Club-Frantz: Trier? Da war doch was!

FCN-Wirbelwind erinnert sich gerne an die Spiele gegen die Eintracht zurück, besonders an sein Traumtor aus 50 Metern. Trainer Hecking indes grübelt noch: Wie stark ist der Regionalligist?
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So jubelt Mike Frantz, wenn er getroffen hat. Sein schönstes Tor hat er gegen Trier erzielt. Am 12. April 2008, aus 50 Metern.
Wolfgang Zink So jubelt Mike Frantz, wenn er getroffen hat. Sein schönstes Tor hat er gegen Trier erzielt. Am 12. April 2008, aus 50 Metern.

FCN-Wirbelwind erinnert sich gerne an die Spiele gegen die Eintracht zurück, besonders an sein Traumtor aus 50 Metern. Trainer Hecking indes grübelt noch: Wie stark ist der Regionalligist?

NÜRNBERG Nicht nur, weil im Pokal bekanntlich eigene Gesetze gelten, ist Trier, Erstrundengegner im DFB-Pokal am Sonntag (16 Uhr), für Club-Trainer Dieter Hecking noch eine Gleichung mit zahlreichen Unbekannten. Zwar hat er die Eintracht schon mehrfach beobachten lassen und weiß daher, „dass sie in der Vorbereitung schon öfters gewonnen haben.“ Da sich die Truppe von der Mosel aber laut Hecking „gerade im Neuaufbau“ befindet, tut sich der 45-Jährige mit einer exakten Analyse über die Stärke des Regionalligisten noch etwas schwer. Wobei Hecking freilich betont: „Trotzdem müssen wir als Bundesligist natürlich weiterkommen.“

Frantz und seine Trier-Erfahrungen

Vielleicht sollte er einfach bei einem nachfragen, der mit dem stets unterklassigen Traditionsverein bislang ausgezeichnete Erfahrungen gemacht hat. Einem wie Mike Frantz.

Tor aus 50 Metern

„An die Spiele gegen Trier habe ich gute Erinnerung“, denkt Mike gerne an die Derbys zwischen seinem Stammverein, dem FC Saarbrücken, und dem Verein aus der ältesten Stadt Deutschlands zurück. Besonders an die Partie am 12. April 2008, als ihm in der Nachspielzeit einer der schönsten Treffer seiner kurzen Oberliga-Karriere gelang. „Da habe ich ein Tor aus 50 Meter erzielt“, erzählt Mike, der damals in der Nachspielzeit den Ball zum 3:1 von der Mittellinie aus ins leere Trierer Gehäuse schlenzte. Kein Wunder, dass Mike heute sagt: „Das Spiel gegen Trier hat für mich einen ganz besonderen Reiz.“

"Habe jetzt ganz andere Substanz"

Wenn am Sonntag dann Frantz’ Name im Moselstadion aufleuchtet, könnte also ein Raunen durch die Ränge gehen. Denn, dass der 23-Jährige aufläuft, ist so gut wie sicher. In den Testspielen bekam der Wirbelwind regelmäßige Einsatzzeiten. Und, das Wichtigste: Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren ist der ehemalige Pechvogel heuer endlich einmal verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. „Ich habe jetzt eine ganz andere Substanz als vorher. Und die brauche ich auch für mein Spiel.“

"Teile mir meine Kräfte besser ein"

Die vielleicht entscheidende Wandlung aber hat in Mikes Kopf stattgefunden. „Früher habe ich Kraft verloren, indem ich viele unnötige Wege gegangen bin. Dorthin, wo ich ohnehin nicht angespielt werden konnte“, hat der gebürtige Saarbrücker beim Video-Studium festgestellt. Die Folge: Zu oft war Mike in der letzten Saison bereits nach 70 Minuten platt und musste ausgewechselt werden. Jetzt glaubt Mike, „habe ich mich weiterentwickelt. Ich weiß, dass ich in gewissen Phasen des Spiels mir meine Kräfte besser einteilen muss und keine unnötigen Wege mehr gehen darf.“

"In Saarbrücken auf rechts Durchbruch geschafft"

Sein Ziel kann also nur ein Stammplatz sein. Auch wenn er sich dafür umstellen muss. War Mike bislang meist auf der linken Mittelfeldseite und bisweilen auch in der Zentrale tätig, soll er ab sofort die für ihn ungewohnte rechte Bahn beackern. Aber selbst das stellt den beidfüßigen Allrounder vor keine allzu großen Probleme: „Auf rechts habe ich damals in Saarbrücken meinen Durchbruch geschafft.“ In Trier werden sie sich daran nur ungern erinnern. Krischan Kaufmann

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