Club: Ein Sieg für die Seele

Der erste Dreier beruhigt die Nerven und sorgt jetzt für Gelassenheit vor der schweren Aufgabe bei den Münchner Bayern
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Der Goldene Schuss: Peer Kluge (Mitte) kommt einen Bruchteil vor Gladbachs Dante an den Ball und lässt Borussia-Keeper Christopher Heimeroth keine Chance.
Bongarts/Getty Images Der Goldene Schuss: Peer Kluge (Mitte) kommt einen Bruchteil vor Gladbachs Dante an den Ball und lässt Borussia-Keeper Christopher Heimeroth keine Chance.

Der erste Dreier beruhigt die Nerven und sorgt jetzt für Gelassenheit vor der schweren Aufgabe bei den Münchner Bayern

NÜRNBERG Gezittert bis zum Schluss, dazu die nötige Portion Dusel und ein Schiedsrichter, der es diesmal gut meinte mit dem FCN: ausgerechnet der ansonsten nicht als Club-Freund bekannte Peter Gagelmann aus Bremen. Mit dem 1:0-Sieg dank Peer Kluges Treffer gegen Gladbach, dem ersten Dreier des Aufsteigers, „haben wir Selbstvertrauen getankt“, freute sich Eric Maxim Choupo-Moting. „Jetzt können wir mit einem guten Gefühl nach München fahren.“

Hört, hört. Aber Last-Minute-Leihgabe Choupo-Moting, offensiv durchaus gefällig, ist nicht der einzige, der heiß auf die Über-Bayern ist und keine Angst vor dem Starensemble hat. Obwohl Robben & Co. am Samstag die Dortmunder Borussia mit 5:1 überrollten. BVB-Trainer Jürgen Klopp nüchtern: „Die Höhe der Niederlage hängt einfach damit zusammen, dass die gut sind.“

Schäfer: "Wir versuchen in München wieder ein dreckiges Spiel abzuliefern"

Nominell eigentlich viel zu gut für den Club. Aber auch FCN-Torhüter Raphael Schäfer, prima aufgelegt gegen Gladbach, ist nicht bange. Den ersten Saisonerfolg hatte er vorausgesagt: „Wir müssen auch mal ein dreckiges 1:0 einfahren.“ Seine Forderung jetzt: „In München werden wir wieder versuchen, ein dreckiges Spiel abzuliefern.“

Das bedeutet nicht, dass die Blutgrätsche regieren soll. Bitte aber auch nicht, die Leistung vom Samstag zu wiederholen. Trainer Michael Oenning analysierte nüchtern: „Das war nicht die Spielweise, die wir daheim abliefern wollen.“ Phasenweise zu passiv, schlampig im Aufbau, fahrlässig bei Kontern. Vor allem Angelos Charisteas, der das dreckige Club-Dutzend nach seiner Einwechslung auf 14 Teilnehmer aufstockte, knipste erneut nur Fahrkarten. Oenning leicht pampig: „So ein erfahrener Profi darf eine von zwei Chancen gerne nutzen.“

Oenning: "Wir haben die Hosen sicher nicht voll"

So wird es schwer bis unmöglich werden für die Cluberer, ihre Serie an der Isar zu verteidigen. Auswärts sind sie bislang ungeschlagen, haben in Frankfurt (1:1) und Stuttgart (0:0) voll überzeugt. Oenning, der nach der Sperre von Kapitän Andreas Wolf Juri Judt als Linksverteidiger und Christian Eigler im Sturm gegen Gladbach aus dem Hut zauberte: „Ich hatte sechs Offensive auf der Bank. Ich wollte unbedingt gewinnen. Wir haben die Hosen sicher nicht voll. Und wir fahren nicht nach München, um uns vorführen zu lassen.“

Manager Martin Bader orakelt: „Es kann in München auch eine kleine Überraschung geben.“ Hoffentlich keine böse – wie für die nölenden Gladbacher. Die reklamierten zwei Foulelfmeter (Javier Pinola an Juan Arango, Dennis Diekmeier an Karim Matmour) und einen Diekmeier-Rückpass zu Schäfer fast in letzter Sekunde für sich. Schiri Gagelmann entschied aber pro Club: Weiterspielen!

„Ein echter Zittersieg“, weiß Vollstrecker Kluge. Ungeachtet dessen zittert auch Peer nicht vor den Über-Bayern. M. Löser, K. Kaufmann

Mehr über den Club, die Einzelkritik und Stehaufmännchen Peer Kluge lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 14. September.

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