Club befördert seinen (Ma-)Rohdiamanten!

Dominic steht für den neuen Jugend-Stil beim 1. FC Nürnberg. Jetzt soll der 21-Jährige nach dem Trainingslager zum Profi befördert werden. Manager Martin Bader ist begeistert von dem Youngster
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Dominic Maroh (21), die Club-Entdeckung der Hinrunde, glänzte sogar als Torschütze: zum wichtigen 1:1 beim 2:1-Sieg gegen Fürth.
bayernpress Dominic Maroh (21), die Club-Entdeckung der Hinrunde, glänzte sogar als Torschütze: zum wichtigen 1:1 beim 2:1-Sieg gegen Fürth.

Dominic steht für den neuen Jugend-Stil beim 1. FC Nürnberg. Jetzt soll der 21-Jährige nach dem Trainingslager zum Profi befördert werden. Manager Martin Bader ist begeistert von dem Youngster

NÜRNBERG Er ist so etwas wie das „Aufschwungs-Schnäppchen“ beim Club: Seit dem 3:0 in Ingolstadt, als Dominic Maroh zum ersten Mal von Beginn an in der Innenverteidigung Verantwortung übernehmen durfte, läuft es wieder beim „Ruhmreichen“. Vier Spiele in Folge hat die Truppe von Trainer Michael Oenning danach nicht mehr verloren. Eine kleine Erfolgs-Serie, die sich auch der 21-jährige Senkrechtstarter ans Revers heften darf – und die sich jetzt lohnend auf seinen Kontostand auswirken wird. Denn Manager Martin Bader plant noch in der Winterpause mit seinem „(Ma-)Rohdiamanten“, der bislang mit dem für die Amateure üblichen Einheitsvertrag (2500 Euro brutto) ausgestattet ist, vorzeitig zu verlängern – oder bzw. und den Nürtinger in den Profi-Stand zu befördern.

"Für den Jungen wird es also keine Nachteile haben.“

Bader: „Kurz vor Weihnachten habe ich mich mit ihm ausführlich unterhalten, und gesagt, dass wir sehr, sehr zufrieden mit ihm sind. Nach dem Trainingslager in Belek (5. bis 15. Januar, d. Red.) werden wir alles weitere besprechen.“ Konkret: „Bislang läuft Dominics Vertrag bis 2010. Eine Verlängerung ist möglich, aber auch die Umwandlung in einen Profivertrag. Die Sache gestalten wir eh rückwirkend. Für den Jungen wird es also keine Nachteile haben.“

Darauf wird wohl auch Papa Boris Maroh pochen, der sich neben Berater Fritz Popp um die Zukunftsplanung seines Filius kümmert. Da passt es natürlich gut, dass Dominic gerade bei den Eltern in Reutlingen seinen Weihnachtsurlaub verbringt. Die Familie Maroh betreibt dort eine Tennishalle – genauer: das Tennicenter von Fußball-Weltmeister Guido Buchwald. Passt irgendwie. Denn so, wie die VfB-Legende ist auch Maroh gestrickt. Ein akribischer Arbeiter, der nach Erfolgen nicht locker lässt. Sondern lieber „doppelt so viel ackert, damit ich weiter dabei sein kann“, wie der zweimalige slowenische U19-Spieler betont.

Für einen Fußballer keine Selbstverständlichkeit, bei den Marohs allerdings Familienprinzip. „Bodenständig, bescheiden, so ist die Familie eben“, so sein „sehr stolzer“ Papa Boris. Ein Satz, den Berater Popp nur unterschreiben kann: „Dominic ist ein guter Junge!“ Der aber auch viel Glück hatte: „Wer weiß, ob Dominic auch seinen Chance bekommen hätte, wenn sich Andreas Wolf nicht verletzt hätte.“

"Er hat seine Chance beim Schopf gepackt"

Bader ist alles hätte, wenn und aber herzlich egal. Stattdessen ist er froh, dass Maroh so eingeschlagen hat: „Er hat seine Chance beim Schopf gepackt, hat nicht nur in seinem ersten Spiel, sondern konstant eindrucksvoll gespielt.“ Wobei auch der Sportdirektor zugeben muss: „Ihn hatten wir so nicht auf der Rechnung. Wir hatten ihn aufgrund seiner Regionalliga-Erfahrung in Reutlingen geholt, damit er unseren Amateuren helfen kann.“ Und: „Dabei hat er dort gar nicht regelmäßig gespielt. Das beweist, dass unser Scouting-System so schlecht nicht sein kann.“ Stimmt. kk/MaC

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