Club 1:1! Dieser Punkt macht Mut

Routinier Raphael Schäfer und Liga-Frischling Jens Hegeler sichern dem Club ein verdientes 1:1 in Gladbach. Coach Hecking: „Ein Zeichen gesetzt“
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Abdrehen zum Jubeln: Neuzugang Jens Hegeler sicherte mit seinem Kopfball-Treffer dem Club einen Punkt in Gladbach.
dpa Abdrehen zum Jubeln: Neuzugang Jens Hegeler sicherte mit seinem Kopfball-Treffer dem Club einen Punkt in Gladbach.

Routinier Raphael Schäfer und Liga-Frischling Jens Hegeler sichern dem Club ein verdientes 1:1 in Gladbach. Coach Hecking: „Ein Zeichen gesetzt“

MÖNCHENGLADBACH Als Club-Trainer stellt man sich vor dem Saisonauftakt immer wieder die gleiche Frage: Reicht der Kader aus, um die Klasse zu halten? Schlagen die Neuzugänge ein? Abschließend wird Dieter Hecking diese Fragen erst am Saisonende beantworten können. Ein kleiner Fingerzeig könnte das verdiente 1:1 seiner Mannschaft in Gladbach am Samstag aber schon gewesen sein.

"Das war ein super Einstand für uns"

Denn es waren ausgerechnet die Frischlinge, die dem Club einen geglückten Saisonstart bescherten. In erster Linie Jens Hegeler, der mit seinem feinen Kopfball-Treffer (15.) nach Flanke von Juri Judt seinem neuen Arbeitgeber den ersten von hoffentlich mindestens 40 Punkten gesichert hat.

Eigentlich gehören Tore nicht explizit zum Anforderungsprofil des langen „Sechsers“ (1,93 Meter), der von Leverkusen für zwei Jahre ausgeliehen ist. Aber: „Als der Ball von meinem Kopf wegging, wusste ich schon, dass er reingeht“, erklärte der Torschütze hinterher und strahlte: „Das war für uns ein super Einstand. Vor allem, weil uns das ja nicht jeder zugetraut hat.“

"Sie müssen noch Konstanz in ihre Leistungen bringen"

Schon gar nicht nach dem holprigen Pokal-Auftritt (2:0) in Trier am Wochenende zuvor. Aber Hecking hatte daraus seine Schlüsse gezogen: Marek Mintal und Christian Eigler raus, dafür Hegeler und Mehmet Ekici rein. Zwei Umstellungen, die sich auf Anhieb bezahlt gemacht haben.

Während der 30-minütigen Sturm- und Drangphase des Club gehörten Hegeler und Ekici zu den Auffälligsten am Platz. Bayern-Leihgabe Ekici zeigte unter anderem mit seinem Pfostentreffer (8.), warum der Club ihn geholt hat. „Das haben Jens und Mehmet schon in der Vorbereitung angedeutet“, fühlt sich Hecking in seiner Transferpolitik bestätigt. Er weiß aber auch: „Sie müssen noch Konstanz in ihre Leistungen bringen. Mit den älteren Spielern an ihrer Seite sollte ihnen das gelingen.“

"Es hat eine Weiterentwicklung stattgefunden"

Vor allem, wenn man einen wie Raphael Schäfer in seinen Reihen hat. Denn bei allem Lob für die Neuzugänge, war es am Ende doch wieder Heckings 31-jährige Nummer eins, die am Ende den Punkt festhielt. „Wir haben die Gladbacher wieder aufgebaut“, erklärte Hecking, warum seine zuvor so dominierenden Schützlinge nach dem Gegentor plötzlich wieder ins Schwimmen geraten waren. Für Hecking aber kein Beinbruch: „Wir ringen eben noch um unseren Rhythmus.“

Für Manager Martin Bader steht jedoch jetzt schon fest: „Wir haben untermauert, dass unser Kader wettbewerbsfähig ist. Mehr noch: „Es hat eine Weiterentwicklung stattgefunden. Die war aber auch nötig.“ Dennoch: Ein Spaziergang wird die Mission Klassenverbleib für den Club auch in dieser Saison wieder nicht werden. Aber: „Es ist gut für die Liga“, sagt Hecking, „wenn die vermeintlichen Abstiegskandidaten gleich ein Zeichen setzen. Wir haben eins gesetzt.“ Krischan Kaufmann

Mehr über den Club und seinen Pechvogel Julian Schieber lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 23. August.

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