Bitteres 2:3 - Der Club verliert beim Kiez-Verein

Zweimal schaffte der Club den zwischenzeitlichen Ausgleich - am Ende musste der 1. FC Nürnberg als Verlierer vom Platz. 2:3-Niederlage beim FC St. Pauli
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HAMBURG - Zweimal schaffte der Club den zwischenzeitlichen Ausgleich - am Ende musste der 1. FC Nürnberg als Verlierer vom Platz. 2:3-Niederlage beim FC St. Pauli

Der FC St. Pauli kann in der Fußball-Bundesliga daheim doch noch gewinnen. Dank eines Treffers von „Edeljoker“ Florian Bruns in der 82. Minute setzte sich der auswärts bereits dreimal siegreiche Aufsteiger am Samstag mit 3:2 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg durch und feierte im vierten Anlauf den langersehnten ersten Saison-Heimsieg.

Vor 24.334 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion brachten Gerald Asamoah (45.+1) und Marius Ebbers (59.) die Paulianer zweimal in Führung. Doch Mehmet Ekici (48.) und Andreas Wolf (62.) schafften jeweils den verdienten Ausgleich für den „Club“. Der letzte Heimsieg im Oberhaus war dem Kiez-Club bei seinem letzten Bundesliga-Gastspiel am 9. März 2002 gelungen.

Trainer Holger Stanislawski hatte am Freitag noch ein Geheim-Training absolvieren lassen und bis zuletzt gepokert, dann aber doch Neuzugang Asamoah zu seinem Startelf-Debüt beim FC St. Pauli verholfen. Der Ex-Nationalspieler, der einen Sehnenteilabriss im Oberschenkel auskuriert hat, war zuletzt nur als Joker zum Zuge gekommen und brannte auf sein Mitwirken von Beginn an.

Doch wie alle anderen Akteure auf dem Platz konnte auch der vom FC Schalke 04 geholte Offensivspieler in der langweiligen ersten Halbzeit lange nicht für gute Aktionen sorgen. Kurz vor dem Pausenpfiff stand „Asa“ dann aber goldrichtig und staubte nach einer Ecke aus Nahdistanz zu seinem zweiten Saisontor ab. Damit hatte es sich schon gelohnt, dass St. Paulis Coach ihm das Vertrauen geschenkt und zudem am Vortag verstärkt Standardsituationen üben lassen hatte.

Zuvor hatten die Hamburger nur bei einem Kopfball von Fabian Boll (20.) Torgefahr angedeutet. Insgesamt fehlten beiden Mannschaften die spielerischen Mittel, um vor dem gegnerischen Tor zu aussichtsreichen Gelegenheiten zu kommen. Die Nürnberger, die ihren Mittelfeldmann Mike Frantz (Mittelfußprellung) ersetzen mussten, hatten durch Julian Schieber (8./33.) und Per Nilsson (30.) drei nennenswerte Aktionen.

Nach dem Wechsel nahm die Partie ordentlich an Fahrt auf. St. Pauli war in der Hintermannschaft noch nicht richtig geordnet, schon nutzte Ekici die Chance zum 1:1. Jens Hegeler hatte mit einem schönen Solo die Vorarbeit geleistet. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht beirren und suchten nun verstärkt ihr Heil in der Offensive.

Erneut nach einem Eckball war dann Ebbers zur Stelle und erzielte seinen zweiten Saisontreffer. Knapp drei Minuten später war die Führung aber schon wieder dahin: Wolf traf und ließ St. Paulis bei der vorherigen Ecke zögerlichen Keeper Thomas Kessler nicht besonders gut aussehen. Als der eingewechselte Bruns acht Minuten vor Abpfiff goldrichtig stand und einköpfte, war der Jubel auf St. Pauli groß. (dpa)

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