Baders Wunsch: Nie mehr Schiedsrichter Meyer!

Und Club-Präsident Franz Schäfer leistete sich nach dem 1:2 in Gladbach sogar ein schweres verbales Foul: „So ein Blinder darf Fifa-Schiri sein“
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Die Szene welche: Gladbachs Karim Matmour springt Club-Keeper Raphael Schäfer im Fünfmeterraum an. Für Schiedsrichter Florian Meyer war es kein Foul.
firo/Augenklick Die Szene welche: Gladbachs Karim Matmour springt Club-Keeper Raphael Schäfer im Fünfmeterraum an. Für Schiedsrichter Florian Meyer war es kein Foul.

Und Club-Präsident Franz Schäfer leistete sich nach dem 1:2 in Gladbach sogar ein schweres verbales Foul: „So ein Blinder darf Fifa-Schiri sein“

MÖNCHENGLADBACH Es war der Skandal nach dem Skandal. Als ob die krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Meyer bei der 1:2-Pleite des Club in Gladbach nicht schon gereicht hätte, leistete sich FCN-Präsident Franz Schäfer danach ein schlimmes verbales Foul. „Das ist doch eine Schweinerei! So ein Blinder darf Fifa-Schiedsrichter sein“, polterte Schäfer in den Katakomben des Borussia-Parks. Und auch der DFB bekam sein Fett ab. „Bei den Schiris stinkt der Fisch doch schon vom Kopf her.“

Kapitän Wolf: "Wir können erwarten, dass die Schiris so etwas sehen"

Natürlich war Schäfers Frust irgendwie verständlich und seine Kritik in der Sache auch völlig berechtigt. Borusse Karim Matmour hatte FCN-Keeper Raphael Schäfer vor dem 1:2 durch Rob Friend (74.) im eigenen Fünf-Meter-Raum überhart angesprungen. Ein eindeutiges Foul also, aber Meyers Pfeife blieb stumm.

Ebenso wie in der Szene zuvor, als der Schiedsrichter der Saison 2008/09 Angelos Charisteas, dem Dante im Strafraum auf die Hacken getreten war, einen Elfmeter verweigert hatte. Trotz einer katastrophalen ersten Hälfte wäre also mindestens ein Punkt drin gewesen.

„Der Schiedsrichter war an zwei Situationen beteiligt, die spielentscheidend waren“, ärgerte sich auch Kapitän Andy Wolf und forderte: „Sie erwarten von uns, dass wir fair spielen, dann können wir auch erwarten, dass sie so etwas sehen.“ Geht’s nach seinem Stellvertreter, hat der Wahnsinn langsam sogar Methode. Raphael Schäfer: „Anscheinend ist es mittlerweile Gang und Gäbe, dass man im Fünfmeterraum mit dem Torwart machen kann, was man will. Gegen Stuttgart wurde mir das Bein aufgeschlitzt, diesmal bin ich angesprungen worden.“

Pannen-Schiri Meyer: "Ich bin doch von den Medien vorverurteil"

Dazu kommt, dass es nicht die erste Fehlentscheidung war, die dem Club in dieser Saison Punkte gekostet hat. Am ersten Spieltag, beim 1:2 gegen Schalke, hatte Schiedsrichter Knut Kircher beim Foul von Zambrano an Peer Kluge (89.) nicht auf Elfmeter entschieden. Beim 1:1 in Frankfurt am 2. Spieltag wurde Albert Bunjaku von Michael Weiner der 2:1-Siegtreffer aberkannt – angeblich Abseits. Wie auch bei Kluges Ausgleichstreffer (88.) beim 0:1 in Mainz am 12. Spieltag. Macht zusammen fünf Punkte mehr, mit denen der Club aus dem Gröbsten heraus wäre.

Trotzdem dürfte der Club-Präsident mit seiner Attacke dem Verein einen Bärendienst erwiesen haben. Denn Beleidigungen wie „Blinder“ oder Angriffe auf die Verbandspitze hören sie bei dem in Sachen Unparteiische eh recht sensiblen DFB gar nicht gern.

Und so wird auch Manager Martin Baders Forderung an den DFB kaum in Erfüllung gehen. „Das war nicht der erste Vorfall. Ich hoffe, dass der DFB uns irgendwann von Herrn Meyer verschont. Denn das ist keine glückliche Ehe momentan zwischen dem 1. FC Nürnberg und Florian Meyer.“ Eher eine Zwangsheirat.

Meyer selbst wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern. Grund: „Ich bin doch von den Medien vorverurteilt.“ Krischan Kaufmann

Mehr über den Club und die Selbstkritik von Trainer Dieter Hecking und Andreas Ottl lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 15. Februar.

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