Arianes Traum von der "Riesen-Party"

Deutschlands beste Fußballerinnen bereiten sich in Herzogenaurach auf ein neues Sommermärchen vor. Ex-Club-Keeperin Nadine Angerer wünscht sich Brasilien im WM-Finale
| Marcus Giebel
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„Es ist sehr schweißtreibend, aber wir sind auch nicht zum Spaß zusammen“: Zu einem Späßchen ist Nadine Angerer (links mit Ariane Hingst) trotzdem immer aufgelegt.
dapd „Es ist sehr schweißtreibend, aber wir sind auch nicht zum Spaß zusammen“: Zu einem Späßchen ist Nadine Angerer (links mit Ariane Hingst) trotzdem immer aufgelegt.

HERZOGENAURACH Sie sind heiß auf den Titel-Hattrick: Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land (26. Juni bis 17. Juli) wollen die DFB-Frauen ihren dritten WM-Erfolg nacheinander einfahren. „Nichts anderes zählt für uns”, tönt Ariane Hingst, die schon bei den beiden Triumphen 2003 und 2007 dabei war.
Damit es mit dem Sommermärchen 2011 auch klappt, bereitet sich das Team von Trainerin Silvia Neid derzeit in Herzogenaurach vor und residiert im Ramada Hotel von Dominik Maiser. Am Samstag (17.30 Uhr/ARD) beginnt mit dem Test gegen Nordkorea in Ingolstadt die heiße Phase der Vorbereitung.

 

"Brasilien wäre cool”


Managerin Doris Fitschen ist mit dem bisher Erreichten zufrieden: „Wir sind mit dem Team sehr gut aufgestellt.” Das sehen auch die Spielerinnen so - und wissen, was auf sie zukommt. „Es ist sehr schweißtreibend, aber wir sind auch nicht zum Spaß zusammen”, unterstreicht Nadine Angerer.
Die Torfrau schaut bereits voraus auf das Endspiel in Frankfurt - ihrer Wahlheimat. Ihr Wunschgegner beim Showdown? „Brasilien wäre cool.” Die Rückkehr nach Franken bedeutet der ehemaligen Club-Keeperin dagegen wenig: „Kontakt nach Nürnberg habe ich nur noch über Torwarttrainer Michael Fuchs.”
Während „Natze” sich sicher sein kann, im endgültigen WM-Kader zu stehen, müssen viele Kolleginnen vor der endgültigen Nominierung am 27. Mai noch zittern. Fitschen: „Die Trainerin möchte die beiden abschließenden Lehrgänge dazu nutzen, um die Spielerinnen einzuschwören. Deshalb werden wir schon so früh die 21 Auserwählten benennen.”

 

"Die WM soll ein Spektakel werden"


Für fünf Profis endet in einer Woche also der Traum vom WM-Titel. Hingst will natürlich nicht dazugehören - für die gebürtige Berlinerin würde schon mit dem Eröffnungsspiel in der Hauptstadt ein Traum in Erfüllung gehen. „Ich war in meiner Kindheit oft als Ballmädchen im Olympiastadion und habe auch schon im Pokalfinale gestanden. Aber dort bei der WM aufzulaufen, wäre das Allergrößte.”
Einen Vergleich zur WM 2006 der Männer sieht sie nicht: „Das war eine ganz andere Kategorie.” Für die DFB-Mädels geht es darum, die Fans im ganzen Land mitzunehmen. Hingst: „Die WM soll ein Spektakel werden – und dazu wollen wir unseren Teil beitragen.” Für den Finaltag plant Hingst den ganz großen Wurf: „Am 17. Juli hat meine Schwester Geburtstag. Es kann also eine Riesen-Party werden.”

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