2:4! Wölfe überholen Tiger

Ärgerliche Heimpleite gegen die Verfolger aus Wolfsburg. Ein Drittel verpennt, dann Führung verspielt
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Rudelbildung im Tigerkäfig: Nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Nürnberger durch Brad Leeb kochten die Emotionen hoch.
bayernpress Rudelbildung im Tigerkäfig: Nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Nürnberger durch Brad Leeb kochten die Emotionen hoch.

Ärgerliche Heimpleite gegen die Verfolger aus Wolfsburg. Ein Drittel verpennt, dann Führung verspielt

NÜRNBERG Die Ansage war klar: „Wir wollen vor Wolfsburg bleiben“, hatte Tiger-Trainer Andreas Brockmann seinen Profis vor dem Spiel gegen die Grizzlies aus der Autostadt noch eingebläut. Gebracht hat’s nichts. Denn mit der ärgerlichen 2:4-Niederlage vor 4437 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherungen haben die Ice Tigers nicht nur die zweite Heimpleite in Folge kassiert, sondern mussten die Grizzlies auch in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Die Wölfe führen nun die DEL an, die Tiger sind auf Rang vier abgerutscht.

Ehelechner mit Materialproblemen

Dabei war die Niederlage abzusehen. Nach den stürmischen Anfangsminuten der Tiger nahm die Intensität in der Folge zunehmend ab, wodurch die Partie zwischenzeitlich zu einer Art Ringelpiez ohne Anfassen verflachte. Einzig Nürnbergs Goalie Patrick Ehelechner konnte sich beim Schuss von Wolfsburgs Jason Ulmer (3.) auszeichnen.

Beim 0:1 durch den Topknipser der Grizzlies, Ken Magowan (10.), war er dann allerdings chancenlos. Denn der 26-Jährige war gar nicht auf dem Eis. Ersatzmann Sebastian Stefaniszin durfte kurzzeitig übernehmen, weil Brockmanns Nummer eins seine anhaltenden Materialprobleme (Kufen) in der Kabine beheben lassen musste. Aber auch mit Ehelechner zurück an Bord brachten seine Vorderleute bis zum Pausentee nichts Zwingendes zu Stande.

Die Partie plätscherte dahin, bis sich Colin Beardsmore nach 30 Minuten ein Herz fasste und aus dem Hintergrund einfach mal abzog – 1:1. Der Weckruf für die Tiger, denn plötzlich waren die Brockmänner am Drücker. Drei Minuten nach dem Ausgleich fälschte Brad Leeb in Überzahl einen Schuss von Sean Blanchard raffiniert zur 2:1-Führung ab.

"Ich habe die Haie noch lange nicht abgeschrieben"

Wolfsburg nun mit mächtig Wut im Bauch, was sich auch prompt für Christoph Höhenleitener (36.) auszahlte – 2:2. Kai Hospelt durfte kurz darauf völlig ungestört von halb links zur erneuten Wolfsburger Führung aufziehen. Jeff Hogan (45.) gar noch nach einem unnötigen Scheibenverlust der Tiger durch Frederik Ericsson auf 2:4 erhöhen.

Am Ende eine verdiente Pleite für die Tiger, die nun am Sonntag bei Schlusslicht Köln Wiedergutmachung betreiben dürfen. Wobei Brockmann schon warnt: „Köln ist eigentlich eine Topmannschaft. Die Haie haben Potenzial, ich habe sie noch längst nicht abgeschrieben.“ kk, fj

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