1. FC Nürnberg: Schäfer kritisiert Rotation

Fünf Neue rein: Torhüter bemängelt die Schwierigkeit, sich jedes Mal neu finden zu müssen – auch Hoffenheims Co-Trainer Zeidler warnt Michael Oenning vor zu viel Eigenlob
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War nach der 0:1-Niederlage im Pokal stocksauer: Club-Torwart Raphael Schäfer.
Wolfgang Zink War nach der 0:1-Niederlage im Pokal stocksauer: Club-Torwart Raphael Schäfer.

Fünf Neue rein: Torhüter bemängelt die Schwierigkeit, sich jedes Mal neu finden zu müssen – auch Hoffenheims Co-Trainer Zeidler warnt Michael Oenning vor zu viel Eigenlob

NÜRNBERG Nanu? Auf „Augenhöhe“ hat Trainer Michael Oenning seine Club-Schützlinge beim 0:1 gegen Hoffenheim gesehen. Und meint damit nicht die sich ähnelnde körperliche Statur von TSG-Zaubermaus Carlos Eduardo (1,70 Meter) und FCN-Linksverteidiger Juri Judt (1,73). „Das Spiel war bis zum Ende offen“, merkt Oenning an. Aber nur, weil die Kraichgauer fahrlässig mit ihren Hochkarätern umgegangen waren – oder an Torhüter Raphael Schäfer verzweifelten. Der kritisiert denn auch nach dem Pokal-Aus: „Wir haben auf fünf Positionen gewechselt. Natürlich ist das auch für uns schwer, sich da wieder zurecht zu finden.“

Oenning wehrt sich gegen Vorwürfe

Immerhin: Wille und Einsatz stimmten. Anders als gegen die Bayern gaben alle Cluberer ihren letzten Tropfen Schweiß, um sich in die Verlängerung zu retten. „Insofern sehe ich mich bestätigt, auf fünf Positionen etwas verändert zu haben“, wehrt sich Oenning. Qualitativ lagen teilweise aber Welten zwischen dem mit vielen Millionen hochgerüsteten Aufsteiger des Vorjahres und dem vor dieser Saison ins Oberhaus zurückgekehrten, praktisch zum Nulltarif aufgepeppten Club.

„Etwas zu lange zu spannend für meinen Geschmack“, analysiert TSG-Trainer Ralf Rangnick. Er bescheinigt den Franken aber: „Hier passt schon sehr viel zusammen. Der Club ist auf einem guten Weg, sich in der Liga zu etablieren, wenn man die nötige Geduld aufbringt.“ Die ist von Präsident Franz Schäfer über Manager Martin Bader bis hin zu Oenning vorhanden. „Uns war von Anfang an klar, dass es eine nervenaufreibende Saison wird“, gesteht Bader. Der Trainer merkt an: „Hoffenheim gehört zu den spielstärksten fünf Teams. Wir haben dagegen gehalten, hinten raus nochmal ordentlich aufgedreht, alles versucht. Das ist ein Kompliment, das ich machen muss. Das hat nichts mit Schönreden zu tun.“

"Der Club muss aufpassen"

Oenning stellt sich vor seine Jungs – gut so. Allerdings liegt darin auch die Gefahr, weiß Peter Zeidler, seit eineinhalb Jahren im Trainerstab der Hoffenheimer. Der ehemalige Coach der FCN-Amateure (2005 bis 2007) warnt: „Der Club muss aufpassen, sich nicht zu sehr selber zu loben. Sonst geht der Schuss nach hinten los.“

Oenning aber bleibt cool. „Was die Psyche angeht, können wir mit Druck gut umgehen“, behauptet der 43-Jährige. Er sieht im morgigen, wegweisenden Liga-Kick gegen Bochum kein Endspiel. Seine Vorgabe: „Wir werden noch einen Tick offensiver agieren.“ In der Hoffnung, dass der Knoten vor dem Tor endlich platzt und das Kellerduell nicht zur Nervenschlacht ausartet.

„Kann sein, dass es dazu kommt“, unkt Oenning. „Wenn wir nicht ins Spiel kommen oder keine Mittel gegen eine massierte Abwehr finden. Aber wir haben 90 Minuten Zeit.“ Um den Druck etwas abzubauen, schiebt er nach: „Auch Bochum muss unbedingt gewinnen!“ Aber behält der für den Club-Trainer „angeschlagene“ VfL, für Manager Bader „ein Gegner auf Augenhöhe“, die Oberhand, wird die Kritik mit Sicherheit noch lauter werden. Markus Löser

Mehr über den Club, warum Angelos Charisteas und Jaouhar Mnari nur noch auf der Tribüne sitzen, und warum Thomas Broich den VfL Bochum "ekelhaft" findet, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer Abendzeitung am 24. September.

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