0:1-Pleite im Kellerkick: Was nun, Herr Oenning?

1. FCN gegen Bochum wie ein Absteiger: Kaum Chancen, kein Konzept und klägliche Standards. Der Club-Trainer: „Wir haben Nerven gezeigt“
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Der böse Anfang vom schlechten Ende: Bochums Diego Klimowicz (l.) trifft schon nach sieben Minuten zum 1:0 für die Gäste.
bayernpress Der böse Anfang vom schlechten Ende: Bochums Diego Klimowicz (l.) trifft schon nach sieben Minuten zum 1:0 für die Gäste.

1. FCN gegen Bochum wie ein Absteiger: Kaum Chancen, kein Konzept und klägliche Standards. Der Club-Trainer: „Wir haben Nerven gezeigt“

NÜRNBERG Es wurde nicht der erhoffte Befreiungsschlag, es wurde ein Offenbarungseid. 0:1 unterlag der Club gestern den Kellerasseln vom VfL Bochum. Zeigte gegen die Schießbude der Liga, Bochum kam mit 14 Gegentreffern, geballte Torschusspanik, klägliche Standards und ziemliche Konzeptlosigkeit. Die Zahlen zu dem Fiasko: Der Club hatte bis zu 70 Prozent Ballbesitz, aber Keeper Raphael Schäfer mehr Ballkontakte als Marek Mintal. Torschütze des Abends: Diego Klimowicz. Die Frage des Abends: Was nun, Herr Oenning?

Für angeschlagenen Wolf kam der "etwas verunsicherte" Maroh

Der hatte munter weiter rotieren lassen. Für den zuletzt schwachen Dominic Maroh, laut Trainer „etwas verunsichert“, kehrte Andy Wolf in die Innenverteidigung zurück. Zudem durften Thomas Broich und Dario Vidosic auf der Bank Platz nehmen, während Harvard Nordtveit und Ilkay Gündogan wieder mitmachten. „Gündogan ist gegen seinen Ex-Verein hoch motiviert“, erklärte Oenning, „und er ist einen Tick offensiver, offensiv müssen wir was tun. Es wird Zeit, in der Liga Punkte zu machen.“ Ungeachtet dessen saßen die Routiniers Angelos Charisteas, Christian Eigler und Joe Mnari auf der Tribüne. Es stürmten Maxim Choupo-Moting und Albert Bunjaku. Für Club-Keeper Raphael Schäfer indes war ein Erfolg keine Zeitfrage, sondern ein Muss. „Bochum ist ein Gegner auf Augenhöhe, da muss ein Dreier her.“

Müsste. Denn der Schuss ging früh nach hinten los. Slavo „Paul“ Freier durfte links unbedrängt werkeln, seine Flanke verwertete der ebenfalls völlig blank stehende Diego Klimowicz aus fünf Metern zum 0:1 (7.). Der Club ziemlich geschockt. Und damit nicht genug. Nach zwischenzeitlichem Aufbäumen mit Chancen durch Gündogan, Choupo-Moting und Bunjaku meldete sich Kapitän Wolf mit Adduktorenproblemen ab. Der „etwas verunsicherte“ Maroh musste nun doch ran (26.).

Die Fans hatten zur Pause auch eine Meinung: Pfiffe

Bochum blieb das besser strukturierte Team, Freier und Epalle vertändelten in aussichtsreicher Position, Dennis Grothe verfehlte das Club-Tor aus 19 Metern nur knapp und Pinola entging mit Glück einer Roten Karte, als er Daniel Imhof den Ellbogen ins Gesicht rammte (33.). Beim FCN stand nur ein schöner Versuch von Choupo-Moting zu Buche, den VfL-Keeper Andreas Luthe aus dem Winkel fischte (36.). Ansonsten war zwar mächtig Tempo in der Partie, aber auch viel Nervosität. Selbst bei FCN-Manager Martin Bader. Seine Analyse bis dahin: „Der frühe Rückstand hat schon sehr weh getan, denn wir hatten uns viel vorgenommen.“ Die Fans hatten zur Pause auch eine Meinung: Pfiffe.

Schiedsrichter Marco Fritz dagegen pfiff nicht, als Pinola sich erneut eine Tätlichkeit leistete, diesmal gegen Epalle (48.). Ansonsten herrschte eher Agonie, Strafraumszenen bis zur 66. Minute Fehlanzeige. Dann faustete Schäfer eine VfL-Ecke vor die Füße von Epalle, dessen 16-Meter-Knaller an den Pfosten donnerte. Ganz knapp vorbei auch Epalles nächster Versuch aus 25 Metern (70.).

Das war’s. Fazit von Bochums Trainer Frank Heinemann: „Wir sind Bochum, wir können mit Druck umgehen.“ Andere nicht, wie Oenning zugab: „Wir haben Nerven gezeigt.“ ERG/MaC

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