0:0 gegen Hoffenheim: Hecking ist erleichtert

Kein Tor, aber ein Punkt – der 1. FC Nürnberg setzt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf die „Eichhörnchen“- Taktik. „Sie sehen einen glücklichen Trainer, der einen Punkt gehamstert hat“, erklärte „Club“-Coach Dieter Hecking.
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Ohne Tore ging die Partie des 1. FC Nürnberg gegen Hoffenheim aus
dpa Ohne Tore ging die Partie des 1. FC Nürnberg gegen Hoffenheim aus

NÜRNBERG - Kein Tor, aber ein Punkt – der 1. FC Nürnberg setzt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga auf die „Eichhörnchen“- Taktik. „Sie sehen einen glücklichen Trainer, der einen Punkt gehamstert hat“, erklärte „Club“-Coach Dieter Hecking.

Der Nürnberg-Trainer war nach der Nullnummer gegen 1899 Hoffenheim erleichtert, „denn wir hätten auch verlieren können.“ Ein starker Raphael Schäfer im FCN-Tor und Hoffenheims fahrlässiger Umgang mit drei Riesenmöglichkeiten retteten Nürnbergs Serie von fünf Spielen ohne Niederlage und trösteten die Hecking-Elf darüber hinweg, dass sie die Chance verpasst hatte, einen wirklich großen Schritt in Richtung Klassenverbleib zu machen. Trainer wie Spieler waren dennoch zufrieden: „Man darf auch nicht zu viel erwarten. Zum Schluss kann dieser eine Punkt entscheidend sein", betonte Mittelfeldspieler Andreas Ottl.

Zum Glück für Nürnberg ließ Hoffenheim am Samstag vor 40 421 Zuschauern drei hochkarätige Chancen leichtfertig aus: In der 13. Minute schoss Sejad Salihovic aus kürzester Entfernung den auf der Torlinie postierten Javier Pinola an. Den anschließenden zweiten Versuch setzte Carlos Eduardo an die Querlatte. Vedad Ibesevic (58.) brachte zu Rangnicks Entsetzen das Kunststück fertig, aus fünf Metern Distanz den Ball nicht im Nürnberger Tor unterzubringen. Die ohne den verletzten Torjäger Albert Bunjaku in der Offensive total harmlosen Franken hatten mit dem gefährlichen Distanzschuss von Ilkay Gündogan in der 17. Spielminute und einer guten Möglichkeit von Eric-Maxime Choupo-Moting (68.) ihr Pulver verschossen.

„Ich bin zufrieden mit dem Punkt“, sagte Hecking nach seinem 250. Bundesligaspiel als Trainer und verwies beruhigt auf die kleine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage und 13 Zähler in der Rückrunde. „Aber wir sind spielerisch noch nicht so weit, um Mannschaften wie Hoffenheim unter Druck zu setzen“, sagte der Coach, „unser Mangel war heute der Spielaufbau. Das ist in unserer Situation aber normal. Wir befinden uns im Abstiegskampf.“ Auch Nürnbergs Spieler konnten mit dem Remis gut leben. „Wir waren ja schon abgeschrieben, aber jetzt haben wir einen guten Lauf. Auf der Serie können wir aufbauen.“

Ralf Rangnick dagegen war bedient. „Wir hätten gewinnen müssen, so sind wir noch nicht raus aus dem Abstiegskampf“, sagte Hoffenheims enttäuschter Trainer. Die Angst um den Klassenerhalt soll aber spätestens am kommenden Sonntag der Vergangenheit angehören. „Wir müssen hellwach sein und mit einem Sieg gegen Freiburg alles klar machen. Das ist ärgerlich, wenn man solche Chancen auslässt und für seinen Aufwand nicht belohnt wird“, trauerte Rangnick dem fahrlässig verspielten Sieg nach. „Im Auslassen von Torchancen sind wir sehr großzügig“, meinte 1899-Manager Jan Schindelmeiser, der die Situation nach drei sieglosen Spielen in Folge nicht ganz so ernst sieht wie sein Trainer: „Das Abstiegsgerede ist legitim, aber wir dürfen das nicht vertiefen.“

dpa

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