Vorsicht, wenn diese schöne Ärztin zuschlägt!

Christine Theiss (31) aus Bayreuth ist Medizinerin und Kickbox-Weltmeisterin. In elf Tagen steigt sie wieder in den Ring, um ihren Titel verteidigen  
| S.Schaller
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Seilspringen, Lauf- und Boxtraining am Sandsack: Vor WM-Kämpfen trainiert die amtierende Weltmeisterin zweimal täglich.
dapd Seilspringen, Lauf- und Boxtraining am Sandsack: Vor WM-Kämpfen trainiert die amtierende Weltmeisterin zweimal täglich.

 

BAYREUTH Im Ring ist mit dieser attraktiven Ärztin nicht zu spaßen: Wenn Christine Theiss (31) Schläge austeilt, gehen auch gestandene Männer lieber in Deckung. Die Blondine aus Bayreuth ist nicht nur promovierte Human-Medizinerin, sondern auch Kickbox-Weltmeisterin! Vor Fotoanfragen kann sich die Schöne mit dem harten Schlag kaum retten. So zierte ihr Gesicht schon das Männermagazin Maxim. Doch Theiss will ihre Attraktivität auch nutzen, um den Kampfsport bekannt zu machen. „Ich sehe mich als Pionierin für das Kickboxen in Deutschland.“

Schönheit und knallharter Sport sind für die Ärztin kein Widerspruch: „Im Ring habe ich keine Angst um mein Aussehen. Da will ich nur gewinnen“, gibt Theiss zu. „Ich kämpfe auch immer ungeschminkt. Beim Kampf trage ich nur Vaseline.“ Schon als Achtjährige hatte die Bayreutherin mit dem Boxen angefangen. 1984 war die gebürtige Thüringerin mit ihrer Familie nach Oberfranken gezogen, heute lebt sie in München. Ihre Eltern, selbst Ärzte, förderten die Tochter von Anfang an. Erst als Christine vom Semi- in den Vollkontakt wechselte, bekamen sie Angst. Denn bei der härteren Version des Kickboxens wird mit voller Schlagkraft auf Oberkörper, Kopf und Beine geboxt und getreten.

Theiss fürchtet sich aber nicht vor dem Ring. Außer ein paar Veilchen, einem gebrochenem Zeh und Nasenbein habe die 1,75 Meter große Profisportlerin bisher keine schlimmeren Verletzungen erlebt. „Ich habe nie vor, eine Gegnerin zu verletzten.“ Sie begeistert der Sport, weil er so viel Kondition und Koordination fordert. Hinzukommt die Psychologie, den Schweinehund überwinden und sich der Gegnerin zu stellen: „In jedem Menschen steckt das Bedürfnis Dinge rauszulassen und sich abzureagieren.“

Steht ein WM-Kampf an, startet zehn Wochen vorher die Vorbereitung. Zweimal täglich ist dann Seilspringen, Box- und Lauftraining dran. In elf Tagen steigt die amtierende Kickbox-Queen wieder in den Ring – um ihren WM-Titel gegen die Südkoreanerin Su Jeong zu verteidigen. Der Termin könnte kaum besser fallen: Direkt nach dem Champions-League-Finale Barcelona gegen Manchester darf Theiss zuschlagen. Wie der Kampf (live in SAT1) ausgeht, ist für sie klar: „Ich werde gewinnen.“

 

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