Strom aus alten Bäumen und Stroh!

Laut einer Studie der N-Ergie würden sich 100 Millionen Liter Heizöl sparen lassen
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In dieser Anlage in Triesdorf werden alte Gehölze vom Straßenrand gehäckselt. Die Pellets daraus ersetzen Heizöl.
N-Ergie In dieser Anlage in Triesdorf werden alte Gehölze vom Straßenrand gehäckselt. Die Pellets daraus ersetzen Heizöl.

 NÜRNBERG Mehr als 100 Millionen Liter Heizöl könnten in Mittelfranken kurzfristig im Jahr eingespart werden – wenn stattdessen Gehölze von Straßenrändern und Getreidestroh für die Wärmegewinnung verwendet werden würden. Zusätzlich könnten aus Bioreststoffen 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden!

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Mittelfränkischen Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe in Triesdorf, die mit 45000 Euro aus den Einnahmen des N-Ergie Ökostromangebots „PurNatur“ finanziert wurde. Untersucht wurde das Potenzial von Reststoffen für die thermische Verwertung und der Einsatz in Biogasanlagen.

„Als Reststoffe wurden ausschließlich Pflanzen aus der Region herangezogen, deren Erzeugung nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht“, betont N-Ergie Vorstandschef Herbert Dombrowsky.

Mit dem Stroh von einem Hektar Getreideacker könnte man das Haus einer vierköpfigen Familie ein Jahr lang heizen! Durch das in Mittelfranken zur Verfügung stehende Getreidestroh und die Gehölze von Straßenrändern könnten rund 55.000 Vierpersonen-Haushalte mit Wärme versorgt beziehungsweise jährlich 126 Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Weitere acht Millionen Liter wären durch eine systematische Anpflanzung von Energiewald möglich.

 

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