Schwer sexy: Kleider für XXL-Bräute

Die Entwürfe stammen von der Nürnberger Designerin Melanie Techritz. Seit 2007 veranstaltet die Ex-Zugbegleiterin die Wahl zur „Miss Rubensengel“.
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Stolz auf ihre Missen und Kleider: XXL-Designerin Melanie Techritz (Mi.) mit Vize-Miss Jessica Kurowski (re.) und Miss Tanya Couraige.
abendzeitung Stolz auf ihre Missen und Kleider: XXL-Designerin Melanie Techritz (Mi.) mit Vize-Miss Jessica Kurowski (re.) und Miss Tanya Couraige.

Die Entwürfe stammen von der Nürnberger Designerin Melanie Techritz. Seit 2007 veranstaltet die Ex-Zugbegleiterin die Wahl zur „Miss Rubensengel“.

NÜRNBERG Es sollte eigentlich der schönste Tag im Leben sein: der Hochzeitstag. Doch für Frauen, die das gängig Format sprengen, ist meist schon die Vorbereitungsphase der blanke Horror-Trip – sie finden einfach kein Hochzeitskleid, das der XXL-Figur schmeichelt.

Dieses Dilemma hat die Nürnbergerin Melanie Techritz erkannt: Seit 2005 entwirft die ehemalige Zugbegleiterin Brautkleider in Übergrößen. „Die Kleider der Linie ,Rubensengel’ beginnen bei Größe 44. Nach oben hin ist die Skala inzwischen offen.“ Anfangs bot sie ihre Kleider nur bis Größe 64 an, merkte aber schnell, dass auch in größeren Größen Bedarf da ist: „Das größte Kleid, das ich bisher entworfen habe, hatte Größe 74, die Kundin einen Gesäßumfang von 190 Zentimetern.“

Schade nur, dass die Kleider der 30-Jährigen nur in speziellen Brautmodengeschäften erhältlich sind – das nächste ist in Neutraubling. Doch wenn das Kleid passt, nehmen die XXL-Bräute sicher eine etwas längere Anfahrt in Kauf. „Preislich liegen die Kleider zwischen 900 und 1300 Euro“, erklärt Techritz. „Die Kleider sollen nicht mehr kosten als Brautkleider für dünne Frauen – auch wenn man mehr Stoff braucht. Dicke sind eh schon genug gestraft – um es jetzt mal etwas salopp zu formulieren!“ Und das steht Melanie Techritz durchaus zu. Denn auch sie entspricht nicht dem gängigen 90-60-90-Ideal. „Und das ist auch gut so“, lacht sie. „Sonst würden mich meine Kundinnen gar nicht für voll nehmen.“

Die Miss Germany Corporation hatte kein Interesse an "Miss Rubensengel"

Inzwischen vertreibt die Nürnbergerin ihre „Rubensengel“-Brautkleider über die niederländische Firma Imogène – „die Entwürfe stammen aber immer noch alle von mir“, sagt sie stolz.

Sowieso ist Melanie Techritz das Designen alleine nicht mehr genug. Seit 2007 veranstaltet sie die Wahl zur „Miss Rubensengel“, vor kurzem kam die Wahl zum „Silverline Model“ (für Damen 50+) dazu, und der „Mister Rubensengel“ wird erstmals 2010 gekürt.

„Als ich die Idee zur Miss Rubensengel hatte, hab’ ich gleich bei der Miss Germany Corporation angefragt – aber die hatten kein Interesse. Dann habe ich es eben selber organisiert.“ Mit Erfolg. Zahlreiche Sponsoren hat die findige Geschäftsfrau inzwischen an Land gezogen. „Hätte man mir früher mal erzählt, ich designe mal Mode und veranstalte Misswahlen – ich hätt’s nicht geglaubt!“ kes

Händleradressen auf der Seite www.rubensengel.eu unter „Service für die Braut“

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