Rennfahrer Jochen Dauer wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Der Angeklagte soll dem Staat fünf Millionen Euro schulden. Er will nun seine Unschuld beweisen
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Er wollte mit Supersportwagen den großen Reibach machen. Stattdessen drohen Ex-Rennfahrer Jochen Dauer (58) jetzt mehrere Jahre Gefängnis.
bayernpress Er wollte mit Supersportwagen den großen Reibach machen. Stattdessen drohen Ex-Rennfahrer Jochen Dauer (58) jetzt mehrere Jahre Gefängnis.

Der Angeklagte soll dem Staat fünf Millionen Euro schulden. Er will nun seine Unschuld beweisen

NÜRNBERG Gut Lachen hatte Rennfahrerlegende Jochen Dauer an seinem ersten Prozesstag. Zumindest am Anfang. Da strahlte der 58-Jährige noch Zuversicht aus. Im Laufe des Tages bröckelte Dauers Strahlemannfassade dann aber immer mehr. Er wirkte zunehmend nervös...

Knapp fünf Millionen Euro Steuern soll der Geschäftsmann laut Anklage beim Verkauf von exklusiven Supersportwagen am Fiskus vorbeigeschleust haben. Dafür drohen dem Ex-Rennfahrer mehrere Jahre Gefängnis.

Dauer weist die Vorwürfe zurück

Doch Dauer weist die Vorwürfe von sich. Sein Anwalt Jürgen Lubojanski: „Mein Mandant hat keinen Steuerschaden verursacht.“ Allein auf „fiktiven Berechnungen“ basiere dessen angebliche Steuerschuld. Um dies nachzuweisen, gab Lubojanski unter anderem ein Gutachten in Auftrag. Dass es zu Fehlbuchungen und falschen Angaben in Steuererklärungen gekommen sei, räume Dauer aber ein. Es handle sich dabei aber, so Lubojanski, um die fast vernachlässigbare Summe von damals 111.000 D-Mark.

Das Gericht hat nun die Aufgabe, sich einen Überblick über das Geschäfts-Chaos von Jochen Dauer und seinem damaligen Partner zu verschaffen. Fragen wie „wer hat wann, welches Auto an wen verkauft und was ist danach mit dem Geld passiert“, brachten Dauer am Dienstag ins Schwitzen. Ununterbrochen klopfte er seine Lackschuhe nervös aneinander. Immer wieder blickte er zu seinem Anwalt – fast hilfesuchend, um die richtigen Antworten ringend. Seine Stimme schwankte zwischen unsicherem Flüstern und lauten, klaren Aussagen. Bestimmt war er vor allem dann, wenn es nicht um die eigene Person ging. Vor allem der Name seines Ex-Partners fiel häufig. Nur kann der sich nach einem schweren Unglück nicht mehr äußern.

Der Prozess geht weiter. mp

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