Polizistin holt Rentnerin wieder ins Leben zurück

Elke Eichinger (25) rettet zusammen mit ihrem Kollegen einer 86-Jährigen das Leben.
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Polizistin Elke Eichinger holte mit ihrem Kollegen an der Bushaltestelle „Saarbrückener Straße“ eine Frau ins Leben zurück.
Berny Meyer Polizistin Elke Eichinger holte mit ihrem Kollegen an der Bushaltestelle „Saarbrückener Straße“ eine Frau ins Leben zurück.

Elke Eichinger (25) rettet zusammen mit ihrem Kollegen einer 86-Jährigen das Leben.

NÜRNBERG Leid und Brutalität gehören zum Alltag eines Streifenpolizisten. Doch es gibt auch unvergesslich schöne Momente: So einen erlebten Elke Eichinger (25) und ihr Kollege Michael Zentner (27) jetzt von der Inspektion-Süd. Sie holten eine alte Dame ins Leben zurück! Die 86-Jährige war an der Bushaltestelle direkt gegenüber der Wache zusammengebrochen...

Die Polizeiobermeister hatten über Funk von dem Unglück gehört. „Wir sind sofort rüber gelaufen“, erinnert sich Elke Eichinger. Die Busfahrerin hatte die Seniorin bereits im Mittelgang in stabile Seitenlage gebracht. Hilflos standen die Passagiere – darunter auch die geschockte Tochter des Opfers – vor der leblosen Frau. „Sie war schon blau angelaufen, hatte keinen Puls mehr“, so die 25-Jährige. „Aber man schaltet alles aus. Ich wollte nur, dass sie wieder atmet. Und dann hab’ ich mich durch das Mitzählen bei der Herzdruckmassage selbst angefeuert.“

Bis der Notarzt kam, machte das Duo mit Massage und Beatmung weiter. „Wir haben gar nicht gemerkt, dass sie wieder selbst atmet. Als der Arzt sagte, dass die Herztöne wieder da sind, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“ Die Streifenpartner hatten im Sommer bereits eine Wiederbelebung versucht, nachdem ein Autofahrer einen Herzinfarkt erlitten hatte. „Ihm konnten wir aber leider nicht mehr helfen.“

Am Abend begannen die beiden dann ihre Nachtschicht. Gestern früh war endlich Feierabend. Michael Zentner fuhr heim nach Schwaben, Elke Eichinger erkundigte sich im Krankenhaus nach dem Zustand der Frau. Sie liegt noch im künstlichen Koma, wird die Herzattacke aber wohl ohne weitere Schäden überleben. „Wenn es geht, würden wir sie später gerne mal besuchen.“ A. Uhrig

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