Mutiger Passant stoppte üble Prügel-Orgie

Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen, der Täter muss ins Gefängnis - dann in die Psychiatrie.
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Berker G. (23, vorne im Bild) prügelte sein Opfer halb tot. Vor Gericht war er kleinlaut.
bayernpress Berker G. (23, vorne im Bild) prügelte sein Opfer halb tot. Vor Gericht war er kleinlaut.

Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen, der Täter muss ins Gefängnis - dann in die Psychiatrie.

NÜRNBERG Wer weiß, was noch alles passiert wäre, wenn nicht ein beherzter Passant in eine Schlägerei eingegriffen und dem Opfer geholfen hätte? Aber auch so waren die Folgen schlimm genug.

Berker G. (23) war gestern im Gerichtssaal des Nürnberger Landgerichts ganz kleinlaut. Immerhin räumte er die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ohne Umschweif ein, ersparte dadurch langwierige Beweiserhebungen – und profitierte selbst durch ein verträgliches Urteil. Zwei Jahre und zehn Monate muss er ins Gefängnis. Außerdem wurde wegen seines Alkoholismus die Unterbringung in eine Psycho-Klinik angeordnet.

Berker G. zertrümmerte seinem Opfer das Gesicht

Warum Berker G. am späten Abend des 27. Oktober vergangenen Jahres vor der Gehörlosenschule in der Heinickenstraße mit Walter Müller (24, Name geändert) in Streit geriet, wusste er auch nicht mehr so genau. Dafür sind die Folgen der von ihm ausgelösten Prügel-Orgie in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft hinlänglich dokumentiert.

„Bei dem Geschädigten“, heißt es dort, „kam es zu einer Druckverletzung des rechten Augapfels, wodurch er sein Sehvermögen verlor. Auch das Auge als solches wurde irreparabel zerstört. Zudem erlitt er unter anderem Brüche der Schädelbasis im Nasenbereich, im Bereich des rechten Augenhöhlenbodens, des linken Augenhöhlendaches und der linken Keilbeinhöhle.“ Im Klartext: Berker G. zertrümmerte seinem Opfer das Gesicht.

Nach den Feststellungen des Gerichts hatte der Schläger den Geschädigten mit zwei unvermittelten Faustschlägen niedergestreckt. Der Mann stürzte eine Treppe hinunter, prallte hart auf das Pflaster und blieb dort halb bewusstlos liegen. Das reichte Berker G. aber nicht. Wie Zeugen beobachteten, trat er dem hilflosen Mann auch noch mit dem Schuh mitten ins Gesicht. Erst als ein Passant eingriff und sich vor den am Boden liegenden Verletzten stellte, ließ Berker G. von seinem Opfer ab.hr

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