Kein Platz für zusätzliche Studenten

Die Ohm-Hochschule platzt aus allen Nähten – doch Neubauten lassen auf sich warten
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Kämpft mit Kapazitäts-Engpässen: Michael Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg.
bayernpress Kämpft mit Kapazitäts-Engpässen: Michael Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg.

Die Ohm-Hochschule platzt aus allen Nähten – doch Neubauten lassen auf sich warten

NÜRNBERG Selber bauen wäre vielleicht doch einfacher gewesen. Doch dazu ist es zu spät. Jetzt muss Michael Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule, mit dem niederländischen Bauträger verhandeln, der das neue Uni-Haus an der Bahnhofstraße vermeintlich günstiger bauen und dann an die Uni vermieten soll. Und Braun muss hoffen, dass die Arbeiten bald beginnen.

Anfang 2012, so seine Prognose auf der Jahrespressekonferenz der Hochschule am Mittwoch, soll das Gebäude fertig sein, das dringend für die Studenten aus dem doppelten Abiturjahrgang gebraucht wird.

Ab Mai: 600 Studienanfänger zusätzlich

Die Ohm-Hochschule rechnet ab Mai mit insgesamt 600 Studienanfängern zusätzlich. Dann haben die Schüler des letzten Jahrgangs des neunstufigen Gymnasiums (G9) ihr Abitur in der Tasche und brauchen schnell Studienplätze.

Bei ihrem Angebot hat die Hochschule reagiert: Es gibt zusätzliche Studiengänge, die sofort beginnen. Die G9-ler können aber auch ein Vorbereitungs- oder ein Orientierungssemester einlegen (Informationen dazu auf der Website der Hochschule).

Wenn im Herbst dann die Abiturienten aus dem ersten Jahrgang des achtstufigen Gymnasiums G8 an die Hochschule kommen, wird es richtig eng.

„Schon jetzt ist die Raumsituation unbefriedigend“, sagt Mark Rüfer von der Studentenvertretung. Und erntet dabei keinen Widerspruch von der Hochschulleitung. Die zusätzlichen Hörsäle, Seminarräume und Büros in dem 5.400-Quadratmeter-Bau an der Bahnhofstraße werden dringend benötigt.

2013 muss der Neubau stehen!

Im nächsten Jahr hofft Hochschul-Präsident Braun, den zusätzlichen Bedarf durch eine optimierte Belegung bestehender Räume zur Verfügung stellen zu können. Doch wenn im Endausbau 2013 über 1800 weitere Studenten (derzeit 9550) da sind, hilft alle Flexibilität nichts mehr – zu der übrigens auch die Studenten bereit sind, auch wenn Vorlesungen und Übungen auch mal am späten Abend oder am Samstag stattfinden. Dann muss der Neubau stehen!

„Die Pläne liegen jetzt bei der Stadt Nürnberg zur Genehmigung. Es ist auch in deren Interesse, dass das ganz schnell geht“, so Braun. Sein Appell an die Landespolitik: Die zusätzlichen Förderprogramm für die Unis und Hochschulen müssen über das Jahr 2013 (so lange sind sie zugesagt) verlängert werden. Denn: Der seit Monaten allseit beklagte Fachkräftemangel werde im nächsten Jahrzehnt zu einem echten Standortrisiko, dem dringend durch finanziell gut ausgestattete Bildungseinrichtungen entgegengesteuert werden müsse.

M. Reiner

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