Fürth trauert um Alt-OB Lichtenberg

Der Sozialdemokrat lenkte 12 Jahre lang die Geschicke der Stadt. Zuletzt war er alleinerziehender Opa
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Ein wichtiges und immer gutes Verhältnis pflegte Uwe Lichtenberg als Oberbürgermeister zur Quelle-Chefin Grete Schickedanz.
AZ-Archiv 4 Ein wichtiges und immer gutes Verhältnis pflegte Uwe Lichtenberg als Oberbürgermeister zur Quelle-Chefin Grete Schickedanz.
Uwe Lichtenberg auf einer der geliebten Radtouren mit seinen SPD-Freunden und Alt-Oberbürgermeistern Peter Schönlein (Nürnberg) und Dietmar Hahlweg (Erlangen).
Berny Meyer 4 Uwe Lichtenberg auf einer der geliebten Radtouren mit seinen SPD-Freunden und Alt-Oberbürgermeistern Peter Schönlein (Nürnberg) und Dietmar Hahlweg (Erlangen).
Uwe Lichtenberg auf einer der geliebten Radtouren mit seinen SPD-Freunden und Alt-Oberbürgermeistern Peter Schönlein (Nürnberg) und Dietmar Hahlweg (Erlangen).
AZ-Archiv 4 Uwe Lichtenberg auf einer der geliebten Radtouren mit seinen SPD-Freunden und Alt-Oberbürgermeistern Peter Schönlein (Nürnberg) und Dietmar Hahlweg (Erlangen).
Uwe Lichtenberg mit Ehefrau Uschi. Sie starb im Jahr 1998.
Berny Meyer 4 Uwe Lichtenberg mit Ehefrau Uschi. Sie starb im Jahr 1998.

FÜRTH Trauer um den Fürther Alt-OB Uwe Lichtenberg. Der Sozialdemokrat, der zwölf Jahre lang – von 1984 bis 1996 – die Geschicke der Stadt lenkte, ist am Mittwochmorgen im Alter von 76 Jahren „nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben“, wie sein Nach-Nachfolger Thomas Jung tief betroffen mitteilte.

Jung: „Die Amtszeit Lichtenbergs bleibt mit wichtigen Entwicklungen der Stadtpolitik verbunden.“ Im März 1966 wurde Lichtenberg erstmals in den Fürther Stadtrat gewählt, von 1972 bis 1975 war er Chef der SPD-Fraktion. Schließlich wurde der gelernte Sozialpädagoge Sozialreferent. 1984 wurde er erstmals mit großer Mehrheit zum OB gewählt, sein Wahlslogan lautete damals „Ja zur Stadt der Menschen“. Bei der Kommunalwahl im März 1996 wurde er im Amt bestätigt. In seine Amtszeit fallen eine Fülle bedeutender Projekte der Stadtentwicklung: der Neubau und die Sanierung des Klinikums, die Ansiedelung innovativer Technologien, erhebliche Investitionen in Schulen und Kindergärten, die Generalsanierung des historischen Rathauses sowie die Verlängerung der U-Bahn.

Private Schicksalsschläge

Völlig überraschend unterlag Lichtenberg bei der OB-Wahl 1996 – es fehlten ihm ganze 300 Stimmen, der CSU-Mann Wilhelm Wenning eroberte das Rathaus. „Ich habe nicht damit gerechnet, abgewählt zu werden“, hat Lichtenberg später zugegeben. „Das hat damals sehr weh getan.“

Auch privat hat der Alt-OB manchen Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Lichtenbergs Tochter Eva war hochschwanger, als der Fast-Schwiegersohn Guido bei einem Motorrad-Unfall tödlich verunglückte. Eva Lichtenberg verkraftete diesen Verlust kurz vor der Hochzeit seelisch nicht – Uwe und Uschi Lichtenberg zogen den Enkel auf. 1998 aber starb auch Uschi Lichtenberg nach langer schwerer Krankheit und der Alt-OB kümmerte sich fortan als alleinerziehender Opa um seinen Enkel. „Wir verlieren einen Freund und Ratgeber, so OB Thomas Jung, „mein Mitgefühl gilt seiner Familie, allen Verwandten und Freunden.“

Uwe Lichtenberg wird am kommenden Montag um 12Uhr auf dem Fürther Friedhof an der Erlanger Straße beigesetzt.

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