Das schmalste Wirtshaus

Offene Küche, Biergarten mit Burgblick und endlose Treppenstufen: Gastronom Thomas Karg hat neues Leben ins „Alte Handwerkerhäuschen“ am Fuße der Nürnberger Kaiserburg gebracht.
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Auf der Servier-Einbahnstraße Holztreppe gelten eigene Regeln: Bei Gegenverkehr haben volle Teller Vorfahrt!
Berny Meyer Auf der Servier-Einbahnstraße Holztreppe gelten eigene Regeln: Bei Gegenverkehr haben volle Teller Vorfahrt!

Offene Küche, Biergarten mit Burgblick und endlose Treppenstufen: Gastronom Thomas Karg hat neues Leben ins „Alte Handwerkerhäuschen“ am Fuße der Nürnberger Kaiserburg gebracht.

NÜRNBERG Ums Treppensteigen kommen die Gäste im „Alten Handwerkerhäuschen“ nicht herum. Das ungewöhnlich schmale Restaurant am Ölberg, direkt unter der Kaiserburg, umfasst nur 60 Quadratmeter. Nürnbergs schmalstes Wirtshaus ist auf fünf Etagen verteilt!

Wer die sechs Stufen zur Eingangstür erklommen hat, landet schon in der zweiten Etage. Hier befindet sich einer der beiden Gasträume, der andere liegt darüber. Von den gemütlich-engen Stuben (30 Plätze) geht es zur Toilette dann zwei bzw. drei Stockwerke nach unten - vorbei an der offenen Kompakt-Küche.

„Der Gast soll alles sehen und Gastronomie richtig erleben können“, betont Inhaber Thomas Karg, der seit 2006 die „Santos-Bar“ in der nahegelegenen Albrecht-Dürer Straße betreibt. Schon lange hatte der Gastronom ein Auge auf das 1678 erbaute Häuschen geworfen. „Ich fand es sofort romantisch“, erinnert sich der gebürtige Haßfurter.

Moderne Cross-Over-Küche in romantischem Ambiente, so nennt Karg sein Konzept. Auf die „kleine, aber knackige Karte“ habe der Gastronom daher neben Spaghettinis mit Champignons und Ziegenkäse (8Euro) auch Hähnchenbrust mit Limetten-Risotto und Rumpsteak mit Röstkartoffeln (14,50 Euro) gepackt. Zur aktuellen Saison darf auch Spargel nicht fehlen. Dazu serviert er Gerstensaft vom Landwehrbräu und fränkische Weine.

Dabei ist gute Koordination gefragt: „Wegen der Stufen können wir höchstens zwei Teller auf einmal tragen“, lacht der Inhaber. Und es gilt die Servier-Einbahnstraße: Kommt auf der knarrenden Holztreppe Gegenverkehr, haben Bedienungen mit vollen Tellern Vorfahrt. „Mit der Zeit werden die Stufen immer angenehmer“, meint Karg.

Gäste mit Rollstühlen und Kinderwagen sollten eher auf den 40 Terrassen-Stühlen Platz im Freien nehmen. Direkt am Fuße der Kaiserburg lässt sich da nach dem Aufstieg auf den Burg-Felsen verschnaufen.

Still und heimlich hat Karg bereits am Mittwoch das „Alte Handwerkerhäuschen“ eröffnet. „Die Offizielle Eröffnung für geladene Gäste ist am Dienstag. Ab Mittwoch geht’s dann richtig los.“, so Karg. scs

Restaurant „Altes Handwerkerhäuschen“, Am Ölberg 35, Nürnberg, Tel. 017624859890

Geöffnet: Mi bis Sa: 17 - 23 Uhr

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