100 Millionen Euro für die Gesundheit

  Am Nordklinikum entsteht hochmodernes Alterszentrum. Der Mega-Rohbau ist fertig  
| M. Pfefferer
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Der Rohbau des Dr. Theo-Schöller-Hauses: 20 Meter hoch, 130 Meter lang, 30 breit – und aufs Dach kommt ein Hubschrauberlandeplatz.
Berny Meyer Der Rohbau des Dr. Theo-Schöller-Hauses: 20 Meter hoch, 130 Meter lang, 30 breit – und aufs Dach kommt ein Hubschrauberlandeplatz.

NÜRNBERG Hell und freundlich: Im neuen Megabau des Nordklinikums sollen Hightech und menschenfreundliches Klima künftig Hand in Hand gehen. Nicht mehr lange, dann wird diese Vision Wirklichkeit, das gaben am Montag der Bauchef und der Vorstand des Klinikums bekannt. Denn: Der größte Brocken ist geschafft! Der Rohbau des millionenteuren Dr. Theo-Schöller-Hauses steht.

Einen immensen Aufwand und große Kraft hat es gekostet, bis es soweit war, erinnert sich Bauchef Karlheinz Moßner: „Bereits 2009 begannen die Abrissarbeiten ehemaliger Klinikgebäude, rund 10.000 Quadratmeter Baugrund wurden freigemacht, 63.000 Tonnen Schutt, die von den ehemaligen Klinikgebäuden übrig blieben, von etwa 3000 Lkws vom Gelände gefahren. Nun ist der Rohbau fertig. Rund 30.000 Kubikmeter Beton und rund 4100 Tonnen Stahl wurden verbaut. Moßner: „Um sich das bildlich vorzustellen: Das entspricht 3950 Betonmischfahrzeugen und 4600 Kilometern Stahl, also der Strecke von Nürnberg bis Dubai.“

In den fünf Stockwerken des Dr. Theo-Schöller-Hauses sollen sich vor allem ältere Patienten wohl fühlen und eine optimale, weil hochmoderne und gleichzeitig komfortable Versorgung erfahren. Alle relevanten medizinischen Bereiche, die bislang auf andere Gebäude verteilt waren, sammeln sich dort im neuen Zentrum für Altersmedizin unter einem Dach. „Das spart gebrechlichen Patienten unnötig lange Wege“, erklärt Klinikvorstand Dr. Alfred Estelmann. Endgültig einzugsfertig soll das fünfstöckige Dr. Theo-Schöller-Haus wie geplant zum Jahreswechsel 2012/2013 sein. Die Bauarbeiten verlaufen weitgehend nach Plan.

Allein die veranschlagten Kosten von rund 80 Millionen Euro werden vermutlich nicht einzuhalten sein, bedauert Klinik-Bauchef Moßner. Ein Grund seien die enorm angestiegenen Preise für Stahl und Kupfer. Moßner rechnet nun mit Gesamtkosten um 100 Million Euro. Den Löwenanteil davon leistete der Freistaat Bayern mit rund 70 Million Euro. Den Rest teilen sich Stadt und Klinikum. Etwa drei Millionen Euro fließen noch aus der Theo- und Friedl-Schöller-Stiftung mit ins Projekt. Am Mittwoch wird der fertige Rohbau mit einem großen Richtfest gefeiert.

 

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