Zupfkünstler in der Therme

Das 11. Internationale Gitarrenfestival in Hersbruck lockt mit Hochkarätern wie dem „Diknu Schneeberger Trio“ oder David Russell
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Diknu Schneeberger mit seinem Trio spielt auch auf dem Internationalen Gitarrenfestival.
az Diknu Schneeberger mit seinem Trio spielt auch auf dem Internationalen Gitarrenfestival.

Nürnberg - Das 11. Internationale Gitarrenfestival in Hersbruck lockt mit Hochkarätern wie dem „Diknu Schneeberger Trio“ oder David Russell

Cittàslow – so darf sich Hersbruck seit 2001 nennen. Hinter diesem Italoanglizismus verbirgt sich das Gütesiegel einer globalen Städtebewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, andere Orte im kulinarischen und kulturellen Mainstream schwimmen zu lassen und sich stattdessen im Strom des Lokal-Individualismus treiben zu lassen. Möglicherweise trug auch das Internationale Gitarrenfestival dazu bei, welches ein Jahr vorher seine Premiere feierte. Auch dieses Festival trotzt jeglichem Mainstream und findet ab kommenden Samstag nunmehr zum 11. Mal statt. Für eine Woche lockt es mit zahlreichen international renommierten Zupfkünstlern nicht nur Studenten, Gitarrenlehrer und ambitionierte Laien in Kurse und Workshops, sondern beglückt auch dieses Jahr Freunde der sechs Saiten mit einem facettenreichen Konzertprogramm, das von Klassik über Flamenco, Jazz und Lateinamerikanischer Musik bis hin zu Rock- und Popmusik reicht.

Ganz nach den Grundsätzen einer Cittàslow ist das Hersbrucker Festival all seiner Internationalität zum Trotz mit seinen 3000 Besuchern immer noch ein familiäres Festival. „Wir wollen nicht, dass das Publikum steif in Abendgarderobe in die Konzerte geht“, sagt Johannes Kreusch, musikalischer Leiter des Festivals. Mit eigenwilligen Veranstaltungsorten möchte er obendrein eine besondere Atmosphäre schaffen. In der „Weinkellerei Raum“, eine stillgelegte Fabrikhalle, eröffnet am Samstag um 19 Uhr das „Diknu Schneeberger Trio“ mit Musik von Django Reinhardt das Festival. Kurortatmosphäre wird es am Sonntagvormittag in der Frankenalb-Therme geben. Während dort die Planschwütigen ihre Bahnen ziehen, spielen auf der Terrasse die Stipendiaten des Festivals um 10 Uhr zur Matinee auf. Exklusives Ambiente mit einem exklusiven Gitarrenkünstler der klassischen Musik wird das „Dauphin“ bieten: Im modernen Glasbau tritt zwischen blank polierten Oldtimern und Motorrädern am Dienstag (17.8., 19 Uhr) der Grammy-Preisträger David Russell auf. Was die Gitarrenstudenten in den Workshops und Seminaren alles gelernt haben – das wird die abschließende Jam Session am letzten Festival-Tag zeigen (Freitag, 20.8., 21 Uhr).M. Theiss

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