Alstom bedauert Aus für Fusion mit Siemens

Der französische TGV-Produzent Alstom bedauert das Aus einer Bahn-Fusion mit dem deutschen ICE-Bauer Siemens. "Dies ist ein deutlicher Rückschlag für die Industrie in Europa", hieß es in einer Mitteilung von Alstom am Mittwoch.
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Das Logo von Alstom auf einem Gebäude. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv
dpa Das Logo von Alstom auf einem Gebäude. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Paris - Der französische TGV-Produzent Alstom bedauert das Aus einer Bahn-Fusion mit dem deutschen ICE-Bauer Siemens. "Dies ist ein deutlicher Rückschlag für die Industrie in Europa", hieß es in einer Mitteilung von Alstom am Mittwoch. "Infolge dieses Verbots wird die Fusion nicht durchgeführt."

Mit dem Zusammenschluss wäre ein europäischer Akteur geschaffen worden, der dem wachsenden Wettbewerb weltweit hätte standhalten können, so Alstom weiter. Die Transaktion hätte einen erheblichen Mehrwert für den globalen Mobilitätssektor, die europäische Eisenbahnindustrie, Kunden, Reisende und Pendler geschaffen.

Das französische Unternehmen betonte, dass die der EU-Kommission vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen ausreichend gewesen wären und alle Zweifel berücksichtig hätten. Die Fusion hätte den europäischen Wettbewerb nicht beeinträchtigt, so Alstom. Nun will der Konzern seine bisherige Arbeit fortsetzen mit Blick auf eine "neue Zukunft".

Siemens und Alstom wollten ursprünglich im Bahnbereich fusionieren, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die beiden europäischen Schwergewichte nahmen dabei vor allem den weltweit größten Zughersteller aus China, CRRC, ins Visier. CRRC spielt in Europa bislang jedoch noch keine Rolle.

Alstom ist ein großer Bahntechnikanbieter, der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Straßenbahnen und E-Busse baut. Das Unternehmen mit Sitz in Saint-Ouen bei Paris beschäftigt rund 34 500 Mitarbeiter und ist global aufgestellt. Es gibt 105 Standorte in 60 Ländern. Der Umsatz betrug zuletzt 7,3 Milliarden Euro.

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