Allianz: Autodaten sollen bei Unfallaufklärung helfen

Europas größter Versicherer Allianz fordert für eine bessere Unfallaufklärung einen einheitlichen Standard für die Auswertung der Fahrdaten. Bei Verkehrsunfällen mit Toten oder Verletzten sowie dem Verdacht einer Straftat - wie etwa illegalen Autorennen - sollen die Ermittlungsbehörden die Daten auch gegen den Willen der jeweiligen Fahrer auswerten können.
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Joachim Müller, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland AG. Foto: Sven Hoppe/Archivbild
dpa Joachim Müller, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland AG. Foto: Sven Hoppe/Archivbild

Ismaning - Europas größter Versicherer Allianz fordert für eine bessere Unfallaufklärung einen einheitlichen Standard für die Auswertung der Fahrdaten. Bei Verkehrsunfällen mit Toten oder Verletzten sowie dem Verdacht einer Straftat - wie etwa illegalen Autorennen - sollen die Ermittlungsbehörden die Daten auch gegen den Willen der jeweiligen Fahrer auswerten können. Das erklärte Joachim Müller, Chef der Sachversicherung bei der Allianz Deutschland, am Donnerstag in Ismaning. Bei reinen Sachschäden sollten hingegen die Halter entscheiden dürfen.

Der rechtliche Hintergrund: Viele moderne Autos sind bereits mit einem Ereignisdatenspeicher ausgerüstet, der ähnlich einem Flugschreiber Fahrdaten aufzeichnet. Bisher gibt es dafür jedoch keinen herstellerübergreifenden technischen Standard. Jährlich regelt die deutsche Versicherungsbranche nach Angaben der Allianz etwa 3,6 Millionen Fahrzeugschäden in der Auto-Haftpflicht.

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