Aktionärsschützerin hält BMW-Dividende für zu hoch

Ein Aktionärsverband kritisiert die vom Autobauer BMW vorgeschlagene Dividende als zu hoch. Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, bezweifelte am Mittwoch, dass "eine solche Ausschüttung gerechtfertigt ist, nachdem im Jahr 2020 wohl kein Gewinn erzielt werden kann, die Autoindustrie und auch BMW vom Staat eine Kaufprämie für neuproduzierte Pkw fordert und immerhin 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit sind.
| dpa
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Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Landesgeschäftsführerin DSW in Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild
dpa Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Landesgeschäftsführerin DSW in Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

München - Ein Aktionärsverband kritisiert die vom Autobauer BMW vorgeschlagene Dividende als zu hoch. Daniela Bergdolt, Vizepräsidentin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, bezweifelte am Mittwoch, dass "eine solche Ausschüttung gerechtfertigt ist, nachdem im Jahr 2020 wohl kein Gewinn erzielt werden kann, die Autoindustrie und auch BMW vom Staat eine Kaufprämie für neuproduzierte Pkw fordert und immerhin 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit sind. Muss man in dieser Situation nicht eher sein Pulver trocken halten?" fragte sie.

Über die Dividendenzahlung entscheidet am Donnerstag die BMW-Hauptversammlung. Das Unternehmen will für das vergangene Geschäftsjahr 2019 eine um 29 Prozent auf 2,50 Euro je Stammaktie reduzierte Dividende ausschütten. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hatte erklärt, das Konzernergebnis des laufenden Jahres werde sich in der Dividende 2021 widerspiegeln.

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