Aigner: Schrumpfen der Kirche durch Reformen verhindern

München (dpa/lby) - Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) warnt vor einer schrumpfenden katholischen Kirche. "Das hätte zur Folge, dass sich die Kirche auf wenige geistliche Zentren konzentrieren und die Fläche unseres Landes praktisch aufgeben müsste.
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Ilse Aigner (CSU) spricht im Bayerischen Landtag. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild
dpa Ilse Aigner (CSU) spricht im Bayerischen Landtag. Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) warnt vor einer schrumpfenden katholischen Kirche. "Das hätte zur Folge, dass sich die Kirche auf wenige geistliche Zentren konzentrieren und die Fläche unseres Landes praktisch aufgeben müsste. Das gilt es, durch Reformen zu verhindern", sagte sie dem "Münchner Merkur" (Donnerstag). Deshalb sei es wichtig, dass der sogenannte Synodale Weg zu Ergebnissen führe. Beim Synodalen Weg der Deutschen Bischofskonferenz geht es um Forderungen nach Reformen, unter anderem der Abschaffung des Zölibats und Aufwertung von Frauen.

Angesprochen auf die Gleichbehandlung von Frauen in der katholischen Kirche sagte Aigner: "Ich habe den Eindruck, dass sich in absehbarer Zeit nicht so schnell etwas bewegen wird, was die Weiheämter betrifft. Leider, muss ich dazu sagen!" Aber sie beobachte Signale, "dass in Leitungsfunktionen vermehrt Frauen eingebunden werden sollen, in denen sie auch etwas zu entscheiden haben - wie die neue Amtschefin im Münchner Erzbistum". Vom neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erhoffe sie sich Rückenwind.

2019 hatte Aigner alle bayerischen Bischöfe besucht. "Ich wollte von meinen Gesprächspartnern persönlich ihre Positionen, ihre Haltungen kennenlernen - und auch meine Meinung äußern", erklärte sie. "Da gibt es schon sehr unterschiedliche Meinungen, das habe ich bei den Gesprächen natürlich gemerkt", sagte Aigner und nannte als Beispiel den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. "Es war mir schon klar, dass ich meine Gesprächspartner nicht umstimmen kann", so die Politikerin. "Aber es ging mir vielmehr darum, dass man sich zuhört und Meinungen austauscht - miteinander reden und nicht übereinander."

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