Aigner: Frieden und Freiheit so verletzlich wie Gesundheit

München/Aschau im Chiemgau (dpa/lby) - Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat zum Jahrestag des Kriegsendes vor 75 Jahren zum Schutz der Demokratie aufgerufen. "Frieden, Freiheit, Mitmenschlichkeit - sie sind so verletzlich wie unsere Gesundheit", sagte Aigner am Dienstag im Landtag.
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Ilse Aigner (CSU) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
dpa Ilse Aigner (CSU) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München/Aschau im Chiemgau (dpa/lby) - Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat zum Jahrestag des Kriegsendes vor 75 Jahren zum Schutz der Demokratie aufgerufen. "Frieden, Freiheit, Mitmenschlichkeit - sie sind so verletzlich wie unsere Gesundheit", sagte Aigner am Dienstag im Landtag. "Aber die Feinde der Demokratie sind - anders als ein Virus - nicht unsichtbar, nicht lautlos. Es gibt Vorzeichen, Anfänge, Erschütterungen." Sie seien da und genau so stark, wie die Demokraten schwach seien. Das lehre auch die Vergangenheit.

"Wer vor der Erinnerung die Augen verschließt, wird blind für die Gefahren der Gegenwart. Wer sich der früheren Verbrechen nicht erinnern will, bahnt neuen Verbrechen den Weg", sagte die CSU-Politikerin. "Das Virus von damals - der Hass - ist immer noch ansteckend. Immunität beginnt mit dem Erinnern." Mit Blick auf die Situation vor 75 Jahren werde es noch wertvoller, dass heute global daran gearbeitet werde, Covid-19 zu heilen, dass Wissenschaftler im weltweiten Verbund nach einem Medikament und einem Impfstoff suchten. Gemeinsam werde in Europa um den Schutz von Menschenleben und wirtschaftliche Stabilität gerungen. "Wer meint, all diese Errungenschaften seien selbstverständlich, der irrt gewaltig."

Zuvor hatte Aigner bei einem Besuch in Aschau im Chiemgau hervorgehoben, Bayern sei in der Corona-Krise auf einem "vorsichtigen, vernünftigen Weg". "Jetzt geht es darum, verantwortungsvoll und umsichtig ein Stück weit wieder Richtung Normalität zu gehen und immer wieder die Schritte zu überprüfen." Wichtig sei, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibe, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Jeder könne über die Maßnahmen seine Meinung äußern, betonte Aigner. Die Schutzmasken seien keineswegs Maulkörbe. "Es gibt Stimmen, die sagen, bei uns wäre die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Das stimmt nicht." Gerade in diesen Tagen der Erinnerung an die Befreiung vom nationalsozialistischen Regime werde im Rückblick deutlich, was eine Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeute.

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