ADAC: Streit um Fahrverbote ist kein "Freibrief für Raser"

Nach der fehlerhaften Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) hat sich der ADAC für eine konsequente Verfolgung von Tempoverstößen ausgesprochen. "Die Debatte um die StVO lädt dazu ein, als Freibrief für Raser missverstanden zu werden und dadurch die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen", erklärte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand am Sonntag.
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Die Abkürzung "ADAC" auf einem Fahrzeug leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild
dpa Die Abkürzung "ADAC" auf einem Fahrzeug leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

München - Nach der fehlerhaften Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) hat sich der ADAC für eine konsequente Verfolgung von Tempoverstößen ausgesprochen. "Die Debatte um die StVO lädt dazu ein, als Freibrief für Raser missverstanden zu werden und dadurch die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen", erklärte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand am Sonntag. Die Straße sei nach wie vor kein rechtsfreier Raum.

Der Verkehrsclub trete dafür ein, rücksichtslose Raser kompromisslos zu belangen. "Zur Wahrheit gehört aber auch, dass mitnichten jeder, der nach den neuen Regeln bereits von einem Fahrverbot betroffen war, ein notorischer Raser ist", sagte der ADAC-Funktionär.

Nach der neuen StVO droht seit Ende April ein Monat Führerscheinentzug, wenn man innerorts 21 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt oder außerorts 26 km/h zu schnell. Zuvor lagen die Grenzwerte deutlich höher. Wegen eines Formfehlers in der Verordnung wurden die neuen Regeln aber nun bundesweit von den Ländern vorerst außer Vollzug gesetzt.

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