ADAC: A99 ist der Stau-Hotspot des Corona-Sommers

Welche Auswirkungen hatte Corona auf das Reiseverhalten der Deutschen in diesem Sommer? Die ADAC-Bilanz zeigt: Gerade Bayern war von Staus gebeutelt, Negativ-Spitzenreiter ist der Autobahnring A99 rund um München.
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Stau am 25. Juli 2020: Dichter und stockender Verkehr auf der Autobahn A99 in Richtung München-Süd auf Höhe Aschheim.
Stau am 25. Juli 2020: Dichter und stockender Verkehr auf der Autobahn A99 in Richtung München-Süd auf Höhe Aschheim. © imago images/Sven Simon

München - Insgesamt war weniger los als 2019, doch nach anfänglicher Zurückhaltung bei den Urlaubsfahrten gab es vor allem gegen Ende deutliche Engpässe auf den Straßen: Die ADAC-Staubilanz für die Ferien gibt Aufschlüsse darüber, wie sich die Corona-Pandemie auf das Reiseverhalten der Deutschen während der Sommerferien auswirkt.

Wie der ADAC am Donnerstag mitteilte, war Bayern als touristische "Transitstrecke" insbesondere in Richtung Österreich schwer von Staus betroffen – hier liegt der Autobahnring A99 rund um München ganz vorne.

Diese Strecke hat mit Abstand die meisten Staus abbekommen, auf der A99 wurden laut ADAC 905 Staus je 100 Autobahnkilometer registriert. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die A8 Karlsruhe–München–Salzburg (885 Staus je 100 Kilometer) und die A1 Heiligenhafen Hamburg–Köln–Saarbrücken (677 Staus je 100 Kilometer).  

Sommerferien: Das ist die größte Staufalle Bayerns

An der Baustelle an der A9 zwischen dem Autobahndreieck Holledau und der Anschlussstelle Langenbruck registrierten die ADAC-Stauberater fünf der neun längsten Stau-Ereignisse Bayerns während der Sommerferien. Den längsten Stillstand gab es am zweiten bayerischen Ferienwochenende mit 20 Kilometern. 

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Staus in Bayern: Engpässe durch Tagesausflügler

Insgesamt betrachtet war das Stauaufkommen in den Sommerferien 2020 im Vergleich zum Vorjahr in Bayern um etwa 30 Prozent geringer. Auch die Intensität und die Länge der Staus war im Jahresvergleich geringer als die Stauanzahl. Mit Fortschreiten der Ferien gab es in Bayern tendenziell mehr Staus, das Vorjahresniveau wurde jedoch nur zum Ende der Ferien erreicht.

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In der Bedeutung stark zugenommen haben Staus durch Tagesausflugsverkehr. Die Probleme auf den Autobahnen waren hierbei jedoch deutlich geringer als auf den Zufahrts- und Ortsstraßen beliebter Ausflugsziele an Bergen und Seen. 

Mega-Stau am letzten Ferien-Wochenende

2020 summierte sich die Länge der registrierten Staus an den 13 Ferienwochenenden auf insgesamt 98.400 Kilometer, im Vorjahr waren es an zwölf Wochenenden noch 131.800 Kilometer.

Das letzte Reisewochenende vom 11. bis zum 13. September war auch gleichzeitig das staureichste. Ferien gab es da zwar nur noch in Baden-Württemberg, dennoch zählte der ADAC insgesamt 5.700 Staus. 

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