Abschiedsbrief an seine Gläubiger
Am 17. August fuhr Heinz Wölfl gegen einen Baum, kurz vor seinem Selbstmord schrieb er einen Abschiedsbrief und entschuldigte sich. Das berichtet die "Passauer Neue Presse".
Passau/Regen - Vor seinem Selbstmord hat der Regener Landrat Heinz Wölfl offenbar noch Abschiedsbriefe an seine Gläubiger verfasst. Dies berichtet die „Passauer Neue Presse“ (Samstagausgabe), der nach eigenen Angaben ein handgeschriebener Brief anonym zugespielt wurde.
Darin entschuldige sich Wölfl bei denjenigen, die ihm Geld geliehen hätten und regele in knapper Form seinen Nachlass, hieß es. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dem Blatt die Existenz eines solchen Briefes, wollte aber keine weiteren Angaben zum Inhalt machen. Der CSU-Landrat war in der Nacht zum 17. August mit dem Auto seines Sohnes auf der Strecke zwischen Bodenmais und dem Großen Arbersee gegen einen Baum gefahren und noch am Unfallort gestorben.
Die Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus. Laut der „Passauer Neue Presse“ soll Wölfl Spielschulden gehabt haben. Der Landrat des benachbarten Landkreises Deggendorf, Christian Bernreiter (CSU), hatte Wölfl im Juli nach eigenen Angaben Hilfe gegen die Spielsucht angeboten.
Wölfl habe sich bedankt, sagte Bernreiter dem Bayerischen Rundfunk: „Seine Antwort war, dass es sehr nett ist und dass es wirklich ein Freundschaftsdienst ist, dass ich zu ihm komme.“ Bernreiter gab Wölfl nach eigenen Angaben Unterlagen der Suchtberatung über die ambulante und stationäre Behandlung dieser Krankheit und über die Regelung von Spielschulden. Wölfl habe sich daraufhin aber nicht mehr gemeldet.
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