Ab sofort gilt: Stau ma mal!

Auf welchen Straßen es in den nächsten Tagen besonders eng wird und warum es für Urlauber (fast) kein Entrinnen gibt.
| Rudolf Huber
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Rot ist Stau – um München herum ist davon reichlich zu finden, auch Richung österreichische Grenze.
Rot ist Stau – um München herum ist davon reichlich zu finden, auch Richung österreichische Grenze.

MÜNCHEN Willkommen im Stau! Wer heute, Freitag, oder im Lauf des ganzen Wochenendes per Auto in den Urlaub aufbricht, sollte gute Nerven mitbringen. „Schlimmer geht’s nimmer“ klassifiziert der ADAC Südbayern die kommenden Tage. Bayern fährt in die Ferien. Aber zuerst mal in den nächsten Stau.

Wie ist die Ausgangs-Situation? Die äußeren Umstände sind leider in diesem Jahr Garanten dafür, dass der Verkehr massiv stocken und immer wieder zum Stillstand kommen wird. Denn schon im Juli gab’s hauptsächlich wegen der Mammut-Baustelle auf der A9 zwischen Allershausen und Neufahrn und wegen einiger Arbeiten auf der A8 ab Rosenheim und auf der A93 Richtung Kufstein bayernweit zehn Prozent mehr Staus aus im Vorjahr. „Das sind drei ganz krasse, extreme Baustellen“, sagt Markus Bachleitner, Chef der ADAC-Verkehrsinformation. Schon jetzt waren einige „traurige Rekorde“ zu verzeichnen, nämlich fast 40 Störungen über zehn Kilometer Länge.

Experte Bachleitner sagt: „Ich bin leider sicher, dass wir diese Rekorde am kommenden Wochenende nochmal toppen werden.“

Wo wird es besonders eng? Auf der A8 von Stuttgart und auf der A9 von Nürnberg vor München. Vorübergehender Stillstand ist auch für die A99 um München quasi fest gebucht. Ebenfalls für die A8 zwischen München und der Landesgrenze und die A93. „Tauernautobahn und Brenner werden natürlich auch überlastet sein“, so der ADAC-Experte.

Gibt es schlaue Schleichwege in den Süden? „Nein!“, sagt Markus Bachleitner kategorisch. „Abfahren macht außer bei wirklich sehr großen Störungen keinen Sinn. Es gibt in Bayern einfach keine gut ausgebauten Parallelstraßen zur Autobahn.“

Wie lange herrscht der Ausnahmezustand? Länger als man denkt – nämlich von Donnerstagabend bis Sonntagabend. Erst dann wird’s wieder normal.

Wie kommt man am besten durch? Wer es sich einteilen kann, sollte am Dienstag oder Mittwoch in den Urlaub starten. Das sind die ruhigsten Tage. Wer unbedingt am Wochenende los muss (Bettenwechsel), sollte in den späten Abendstunden losfahren.

Wie kommen denn überhaupt die Stauungen zustande? ADAC-Stauberater Josef Maurus: „Zum einen an den Baustellen und bei Unfällen. Aber auch an Einmündungen wie der A8 und der A9 auf die A99.“ Grund: Die Autofahrer gehen vom Gas – schon gibt’s einen Rückstau. Dieses Phänomen ist auch beim ersten Anblick der Alpenkette oder an der Senke vor dem Irschenberg zu beobachten: Die Touristen schauen, gehen vom Gas – und es staut.


Wie kann man sich das Leben ein bisschen erleichtern? Die nötigen Vignetten schon vor Reiseantritt besorgen. Das spart nerviges Anstehen an der Grenze. Und mit dem Videomaut-Ticket fährt man relativ entspannt an der Schlange am Brenner vorbei.

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