A 3: Drittes Todesopfer nach Geisterfahrerunfall

Drei Tote - das ist die Bilanz des Geisterfahrerunfalls bei Passau. Am Montag erlag auch die Beifahrerin des Todesfahrers ihren Verletzungen. Werden die Hintergründe der Geisterfahrt niemals gänzlich aufgeklärt?
| dpa
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Rettungskräfte sind am Sonntag an der Unfallstelle auf der A3 zwischen Passau-Süd und Pocking im Einsatz.
dpa Rettungskräfte sind am Sonntag an der Unfallstelle auf der A3 zwischen Passau-Süd und Pocking im Einsatz.

Drei Tote - das ist die Bilanz eines Geisterfahrerunfalls bei Passau. Am Montag erlag auch die Beifahrerin des Todesfahrers ihren Verletzungen. Die Hintergründe der Geisterfahrt sind unklar und werden womöglich niemals gänzlich aufgeklärt.

Passau - Der Geisterfahrerunfall auf der A3 bei Passau hat ein drittes Todesopfer gefordert. Am Montagmorgen sei die 85 Jahre alte Beifahrerin des Todesfahrers an ihren schweren Verletzungen gestorben, sagte ein Polizeisprecher.

Am Sonntag war ein 79-Jähriger aus dem Landkreis Passau bei Pocking auf der falschen Fahrbahn in Richtung Regensburg in die Autobahn eingefahren. Nach etwa zwölf Kilometern kollidierte er in Höhe der Anschlussstelle Passau-Süd mit einem entgegenkommenden Wagen mit Bayreuther Kennzeichen. Der 65-jährige Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Geisterfahrer starb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus.  Die 63, 84 und 85 Jahre alten Mitfahrer aus dem Bayreuther Fahrzeug wurden schwer verletzt und waren auch am Montag noch nicht vernehmungsfähig.

Die Hintergründe des Unfalls sind noch völlig unklar. Ob der 79-Jährige gemeinsam mit seiner Beifahrerin bewusst, also in Suizidabsicht, falsch auf die Autobahn gefahren ist, sei reine Spekulation, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise sei der Mann auch versehentlich in die falsche Richtung aufgefahren. An der Auffahrt Pocking warnen riesige grellgelbe Schilder mit einer ausgestreckten schwarzen Hand vor falschem Einbiegen. Diese Schilder hat der 79-Jährige entweder übersehen oder bewusst missachtet. Während der zwölf Kilometer langen Geisterfahrt hatten mehrere entgegenkommende Autofahrer Notrufe bei der Polizei abgesetzt. "Wir haben auch im Rundfunk über die Gefahr gewarnt", betonte Polizeisprecher Alexander Schraml.

Bei Geisterfahrten sollen die anderen Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn stets langsam fahren und die äußerst rechte Spur benutzen. Trotzdem kam es wenig später zu der verheerenden Kollision auf der Überholspur. Ob der Fahrer des Bayreuther Wagens die Warnung nicht gehört hatte, ist unklar. "Leider können wir die Überlebenden aus diesem Fahrzeug noch nicht vernehmen", sagte Schraml.

 

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