8.000 Menschen in Bayern erkranken pro Jahr an Darmkrebs

Alkohol, Rauchen, wenig Bewegung - die größten Risiken für Darmkrebs sind allgemein bekannt. Dennoch erkranken jedes Jahr viele tausend Menschen neu. Doch man kann sich schützen.
dpa |
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Die Diagnostik hat sich seit Jahren verbessert - nicht nur bei der Behandlung von Darmkrebs, auch bei der Früherkennung. (Illustration)
Die Diagnostik hat sich seit Jahren verbessert - nicht nur bei der Behandlung von Darmkrebs, auch bei der Früherkennung. (Illustration) © Bernd von Jutrczenka/dpa
München

Bayernweit wird jedes Jahr bei fast 8.000 Menschen Darmkrebs festgestellt. "In Bayern erhalten etwa 3.500 Frauen und 4.400 Männer jedes Jahr eine Darmkrebs-Neudiagnose. Es handelt sich um eine Tumorerkrankung, die sich in vielen Fällen durch Vorsorge und Früherkennung verhindern oder heilen lässt", sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). 

Darmspiegelung kann bösartige Tumorbildung verhindern

Eine Darmspiegelung ist bei Frauen und Männern ab 50 Jahren zweimal im Abstand von zehn Jahren im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten. Bei auffälligen Befunden bei der Erstuntersuchung sind auch engmaschigere Kontrolluntersuchungen Kassenleistung. Mit der Darmspiegelung können auch bereits Krebsvorstufen früh entdeckt und direkt entfernt werden, bevor sie sich zu bösartigen Tumoren weiterentwickeln können. Alternativ zur Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut in Anspruch nehmen.

Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol steigern Risiko

"Am besten ist es, wenn Darmkrebs oder seine Vorstufen erst gar nicht entstehen. Deshalb setzen wir in Bayern mit unserem Masterplan Prävention auch an den grundlegenden Aspekten eines gesunden Lebensstils an", sagte Gerlach. Die wichtigsten Risikofaktoren für Darmkrebs seien zudem bekannt. "Dazu gehören neben Bewegungsmangel und Übergewicht auch Rauchen und Alkoholkonsum."

Neuerkrankungen gehen seit Jahren zurück - wegen Vorsorge

Die Neuerkrankungsraten für Darmkrebs sind seit vielen Jahren rückläufig in Deutschland, vor allem für die unteren Darmabschnitte. Dies zeigt den positiven Einfluss der Früherkennungsangebote. Dabei können bereits Krebsvorstufen entfernt werden, die sich sonst zu bösartigen Tumoren entwickeln könnten. Gleichwohl ist Darmkrebs in Deutschland weiterhin eine der häufigsten Krebserkrankungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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