75 Einsätze in Oberbayern: Schnee und Eis sorgen für unzählige Unfälle

Schnee und Glätte halten die Einsatzkräfte weiter auf Trab. Auf Bayerns Straßen gab es erneut zahlreiche Unfälle. Eine dreiköpfige Familie kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.
AZ/dpa |
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Schnee und Glätte sorgen weiterhin für Probleme auf den Straßen Bayerns.
Schnee und Glätte sorgen weiterhin für Probleme auf den Straßen Bayerns. © Lukas Barth-Tuttas/dpa

Das winterliche Wetter hat Bayern weiterhin fest im Griff. Der anhaltende Schneefall und die Glätte haben auch in der Nacht für zahlreiche Unfälle auf Bayerns Straßen gesorgt. Vor allem in Oberbayern und Schwaben rückten die Einsatzkräfte vermehrt aus, wie die Polizeipräsidien mitteilten. Die teils ergiebigen Schneefälle sollen örtlich noch am Freitagvormittag anhalten. 

Auf der Autobahn 99 bei Aschheim kam es am späten Donnerstagabend zu einem folgenschweren Unfall: Ein Familienvater fuhr von der Autobahn auf einen Parkplatz ab, kam von der winterlichen Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Sattelzug. Das Auto schob sich bei dem Aufprall unter den Auflieger des Lastwagens. Der 51 Jahre alte Fahrer, seine 47-jährige Ehefrau und ihre zehn Jahre alte Tochter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus. 

Zwölf Leichtverletzte

Im südlichen Oberbayern habe es rund 75 Einsätze wegen Schneefalls und Glätte gegeben, sagte ein Sprecher. Häufig blieb es bei Unfällen mit Blechschäden. Insgesamt zwölf Menschen wurden demnach leicht verletzt. Schwerere Verletzungen blieben hingegen aus. Außerdem war Schneebruch ein Problem: Mehrere Bäume stürzten dadurch auf die Straßen.

Auch im Norden Oberbayerns gab es laut einem Sprecher in der Nacht mehr Unfälle als sonst. Eine genaue Anzahl konnte er nicht sagen. Es gebe aber keine Verletzten.

In Unterfranken hingegen beruhigte sich die Lage noch am Donnerstagabend, wie ein Sprecher erklärte. Bis dahin mussten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken demnach allerdings zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. In der Nacht sei nichts mehr dazugekommen.

Lastwagen bleibt stecken

Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Nord zählten die Beamten bis zu 20 Unfälle. Es entstanden laut einem Sprecher aber nur kleinere Schäden. Mehrere Lastwagen blieben in Schwaben wegen des Schneefalls auf der Straße stecken. Meist konnte die Straßenmeisterei die Fahrer aus ihrer misslichen Lage befreien. Einmal kam die Feuerwehr zu Hilfe. 

Auch im Süden Schwabens gab es mehr Unfälle als üblich. 28 Einsätze waren es laut dem Präsidium dort. Lediglich bei einem der Unfälle verletzte sich ein Mensch leicht. In Niederbayern kamen 30 Unfälle mit Blechschaden hinzu. Zusätzlich fielen 25 weitere Einsätze an. Dabei ging es vor allem um Unterstützung beispielsweise bei liegengebliebenen Fahrzeugen.

Steckensperrungen der Bahn

Auch auf den Bahnstrecken macht sich das Winterwetter bemerkbar. Auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck fiel ein Baum auf die Gleise. Dabei hat er auch die Oberleitung beschädigt. Die Züge aus München enden deshalb vorzeitig am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

In Mittelfranken stürzte ebenfalls ein Baum auf die Strecke zwischen Roßtal und Ansbach und beschädigte eine Oberleitung. Dort ist derzeit kein Zugverkehr möglich. Betroffen sind unter anderem auch die S-Bahnen der Linie 4 zwischen Nürnberg und Crailsheim. Für den betroffenen Abschnitt sei ein Ersatzverkehr eingerichtet worden, teilte die Bahn mit. 

Schnee geht in Regen über

Nach den schneereichen Tagen im Freistaat geht der Schnee am Wochenende in vielen Teilen in Regen über. Es wird deutlich milder. Am Sonntag sind der Wetterprognose zufolge stellenweise bis zu 15 Grad möglich. Dennoch ist vor allem in der Nacht auf Samstag weiterhin mit Glätte zu rechnen - schwerpunktmäßig im Osten Bayerns.

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  • Witwe Bolte vor einer Stunde / Bewertung:

    Und die Klimarettungs-Apostel predigen uns seit Jahren, dass die Winter viel zu warm wären, und die Kinder mangels Schnee nie mehr Schlitten fahren könnten, und die Skilift-Betreiber alle pleite gehen würden.
    Tja, irren ist menschlich.

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  • Leberkas vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Vollkommen richtig erkannt. Obwohl, freuen wir uns nicht zu früh. Erst diese Woche hat so ein "Experte" mitgeteilt, dass dieser Winter im Durchschnitt zu warm war. Man muss ja auch die Klimarettungs-Apostel bei Laune halten. 😉

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  • Da Ding vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Wetterbericht gelesen, Klimaforschung widerlegt. Geht ganz einfach und schnell.
    Vielleicht sollten wir die 30-Jahres-Mittelwerte künftig durch „gefühlte Schneehöhe vorm Haus" ersetzen.

    Aber was will man schon von Anhängern einer gesichert rechtsextremistischen Partei erwarten.

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