42 Verdächtige: Polizei nimmt rumänische Diebesbande fest

Der Bayerischen Polizei ist ein Schlag gegen die Organisierte Kriminalität gelungen: Sie konnte einer großen Bande von Buntmetalldieben das Handwerk legen. Insgesamt wurden 42 Tatverdächtige ermittelt.
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Die Transporter wurden extra für die Diebeszüge geklaut.
Polizei 5 Die Transporter wurden extra für die Diebeszüge geklaut.
Insgesamt 80 Tonnen Buntmetalle transportierten die Täter so ab.
Polizei 5 Insgesamt 80 Tonnen Buntmetalle transportierten die Täter so ab.
Auch buntmetallhaltige Kabel wurden rigoros abgesägt.
Polizei 5 Auch buntmetallhaltige Kabel wurden rigoros abgesägt.
Die Polizei ermittelte über ein Jahr lang verdeckt.
Polizei 5 Die Polizei ermittelte über ein Jahr lang verdeckt.
Und konnte so insgesamt 42 Tatverdächtige identifizieren.
Polizei 5 Und konnte so insgesamt 42 Tatverdächtige identifizieren.

Ingolstadt/Landshut - Die Staatsanwaltschaft Landshut und spezielle Ermittler der Kripo führten seit Ende 2014 umfangreiche Ermittlungen. Im Fokus der Ermittler stand eine überregional agierende rumänische Tätergruppe, die hauptsächlich im Ober- und Niederbayerischen Raum Einbrüche in Elektrofirmen und metallverarbeitende Betriebe beging.

Die Bande ging dabei äußert professionell und organisiert vor. Die Täter hatten es vor allem auf wertvolles Buntmetall abgesehen, das dann gewinnbringend verkauft wurde. Dazu notwendige Kleintransporter wurden gezielt gestohlen und zum Beutetransport verwendet.

Verdeckte Ermittlungen

Aufgrund verdeckt geführter Maßnahmen gelang es den Ermittlern, insgesamt 42 Tatverdächtige zu identifizieren: Die Männer begingen innerhalb eines Jahres in Bayern mindestens 113 Einbruchdiebstähle mit einem Gesamtschaden von rund 2,4 Millionen Euro.

Neben Buntmetallen klauten die Männer in ihren gewaltsamen Einbrüchen auch hochwertige Fahrräder, Elektro-Werkzeuge und über 100 teure Kfz-Kompletträder. Der Schwerpunkt der Taten bezog sich allerdings auf den Diebstahl von Buntmetallen. Diese wurden in eigenen, zumeist vorab gestohlenen, Transportfahrzeugen an Schrotthändler in den Niederlanden verkauft. Die Rückreise der Täter erfolgte am gleichen Tag nach dem Verkauf der Kupfermetalle. Die gestohlen Transporter blieben im Ausland zurück. In einigen Fällen begingen die Täter gleich nach ihrer Rückkehr den nächsten Beutezug.

  • Im November 2014 erbeuteten die Täter in Wolnzach in einer Schlosserei Messing- und Hartmetallteile im Wert von über 40.000 Euro
  • Im Landkreis Freising entwendeten die Täter im Dezember 2014 zunächst einen Mercedes Sprinter und transportierten damit 2,6 Tonnen Kupfer im Wert von ca. 10.000 Euro ab.
  • Aus einem Großhandelsgeschäft in Schwandorf erbeuteten die Diebe Juli 2015 Motorsägen und Heckenscheren im Wert von 30.000 Euro.
  • Im April des selben Jahres wurden auf dem Betriebsgelände einer Spedition in Schweitenkirchen 102 Kompletträder im Wert von über 100.000 Euro entwendet.
  • Im Mai 2015 erbeuteten die Täter in Plattling 2,2 Tonnen Buntmetall im Wert von 53.000 Euro. Ebenfalls im Mai 2015 stahlen sie in Dingolfing 4,5 Tonnen Kupferkabel für rund 25.000 Euro. Vorausgegangen war der Diebstahl eines Mercedes Sprinter in Loiching.

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Insgesamt 80 Tonnen Buntmetall geklaut

Bei ihren Taten traten die rumänischen Täter in sogenannten "Brigaden" auf. An den Tatorten arbeiteten bis zu 10 Personen der Gruppierung zusammen, um das oftmals bis zu fünf Tonnen schwere Buntmetall verladen zu können. Bei den Einbrüchen verhielten sich die Täter hochprofessionell: Sie spähten die Umgebung vor Tatbegehung regelmäßig aus, der Absatz des Diebesgutes im Ausland war bereits vor der Tat vereinbart.

Insgesamt verkauften die Männer nach den bisherigen Ermittlungen rund 80 Tonnen Buntmetalle. Der aktivste Täter war nach Erkenntnissen der Ermittler an über 70 Fällen beteiligt. Insgesamt konnten seit Beginn der Ermittlungen 21 Haftbefehle vollstreckt werden.

Die Beschuldigten sind zwischen 16 und 47 Jahren alt, sie warten auf ihre Prozesse.

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