23-Jähriger nach Bluttat in Münchner Hostel vor Gericht

In einem Münchner Hostel eskaliert ein Streit zwischen Gästen - der Konflikt endet blutig. Wegen Mordes und versuchten Mordes steht nun ein 23-Jähriger vor Gericht.
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
dpa Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) – Ein 23 Jahre alter Mann muss sich von Montag (9.30 Uhr) an unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes vor dem Landgericht I in München verantworten. Er soll im April 2019 nach einem Streit in einem Münchner Hostel zwei Männer mit einem Messer attackiert haben, wie ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft. Ein 61-Jähriger starb infolge der Stichverletzungen kurz nach der Tat im Krankenhaus. Der zweite, damals 31 Jahre alte Mann wurde schwer verletzt und musste wochenlang im Krankenhaus behandelt werden.

Als Motiv für die Tat vermuten die Ermittler Streitigkeiten zwischen dem Angeklagten und dem jüngeren der beiden Opfer über in einem Hostelzimmer abgelegte Sachen. Die Auseinandersetzung soll dann eskaliert sein: Mit einem Messer habe der 23-jährige französische Staatsangehörige immer wieder auf seinen Kontrahenten eingestochen. Als der 61-Jährige einschritt, habe der 23-Jährige auch ihn mit dem Messer angegriffen. Nach der Flucht aus dem Zimmer seien die beiden Schwerverletzten dann in der Lobby des Hostels zusammengebrochen.

Der Angeklagte wurde noch am Tatort festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage geht von Heimtücke und niedrigen Beweggründen als Mordmerkmale aus.

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