21-Jähriger spielt Seniorin und überführt Telefonbetrüger

Gleich zweimal an einem Tag erbeuten Schockanrufer Tausende Euro. Mit welchem Opfer ein Betrüger jedoch nicht rechnete: Hinter Schürze und Kopftuch versteckt sich keine Oma, sondern ein junger Mann.
dpa |
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22 versuchte Callcenterbetrüge registrierte die oberfränkische Polizei allein am Mittwoch, doch ein mutmaßlicher Täter konnte auf kuriose Weise überführt werden. (Symbolbild)
22 versuchte Callcenterbetrüge registrierte die oberfränkische Polizei allein am Mittwoch, doch ein mutmaßlicher Täter konnte auf kuriose Weise überführt werden. (Symbolbild) © Bernd Weißbrod/dpa
Bayreuth

Ein 21-Jähriger aus Bayern hat mit einer Schauspieleinlage nach einem Schockanruf einen mutmaßlichen Betrüger überführt. Am Mittwoch hatte der junge Mann aus dem oberfränkischen Ahorntal einen Anruf von einem vermeintlichen Staatsanwalt erhalten, wie die Polizei mitteilte. Der Anrufer sagte demnach, ein Angehöriger habe einen tödlichen Unfall verursacht und müsse eine Kaution zahlen, um eine Haft abzuwenden.

Doch der 21-Jährige durchschaute den Betrugsversuch. Mehrere Stunden lang blieb er in Kontakt mit den Tätern und gab sich am Telefon als ältere Frau aus, wie die Polizei schilderte. Weil die Täter eine persönliche Geldübergabe verlangten, verkleidete sich der Mann mit Schürze und Kopftuch und übergab einen Beutel ohne Wertgegenstände. Die Polizei nahm den Geldabholer noch vor Ort fest. Er sitzt nun wegen des Verdachts auf Bandenbetrug in Untersuchungshaft.

22 versuchte und 2 vollendete Betrugsfälle an einem Tag

Trotz der erfolgreichen Festnahme registrierte die oberfränkische Polizei am Mittwoch insgesamt 22 Fälle von Callcenterbetrug, in zwei davon seien die Betrüger erfolgreich gewesen. In Bayreuth deponierte eine Seniorin 10.000 Euro, im nahegelegenen Eckersdorf hinterlegte ein Ehepaar einen niedrigen fünfstelligen Betrag am Gartenzaun ihres Grundstücks.

In beiden Fällen gibt es bislang keine Hinweise auf die Täter. Die Kriminalpolizei prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen und dem Fall aus Ahorntal.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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