1.FC Nürnberg: Pluspunkt für den Taktik-Coup

Trainer Dieter Hecking hatte den Club beim 1:1 in Hamburg prima eingestellt. Als Vorbild dienen die Beatles
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Die Belohnung für einen disziplinierten Auftritt: Javier Pinola gleicht per Foulelfmeter zum 1:1 aus. HSV-Keeper Frank Rost ist machtlos.
Wolfgang Zink Die Belohnung für einen disziplinierten Auftritt: Javier Pinola gleicht per Foulelfmeter zum 1:1 aus. HSV-Keeper Frank Rost ist machtlos.

Trainer Dieter Hecking hatte den Club beim 1:1 in Hamburg prima eingestellt. Als Vorbild dienen die Beatles

HAMBURG Was haben die Beatles und der Club gemeinsam? Die legendäre Band startete ihre Weltkarriere in Hamburg Anfang der 1960er Jahre. Und vielleicht geht es nach dem überraschenden 1:1 beim HSV in der Bundesliga-Hitparade nun auch für den FCN nach oben...

Vor dem Anpfiff machten die 1500 Anhänger mit einer netten Choreographie deutlich, dass trotz verpatztem Saisonstart der 1. FCN ihre große Liebe ist: „All you need is... Glubb“ lautete das von den Pilzköpfen aus Liverpool kopierte Motto. Kapitän Andy Wolf konkret: „Was wir brauchen, ist absolute Disziplin. Ohne die kannst du nichts erreichen.“ Einige Lieder der Beatles könnten für einen zusätzlichen Schub sorgen!

"So müssen wir auch künftig auftreten"

We Can Work it Out: Perfekt ausgearbeitet hatte Trainer Dieter Hecking den Schlachtplan, um den Hanseaten ein Bein zu stellen. „Hurra, die Nürnberger sind da!“ titelte das „Hamburger Abendblatt“. Schließlich hatte der Club von den letzten 18 Duellen 13 verloren, sechs Spiele in Folge nicht getroffen. Heckings taktischer Coup: Räume eng machen und HSV-Star Ruud van Nistelrooy abmelden. Was Wolf und Per Nilsson, die sogar Konter einleiteten, toll gelang. Nach dem 0:1 wollte Hecking sehen, „dass wir nicht wieder den Kopf verlieren“, stellte auf 4-4-2 um, wurde dafür mit dem durch Javier Pinola verwandelten Elfer auch belohnt.

With a Little Help From My Friends: „Einer hat dem anderen geholfen, das war ausschlaggebend“, weiß Torhüter Raphael Schäfer. Gepaart mit hoher Laufbereitschaft und dem Kampfgeist, keinen Ball verloren zu geben. „So“, sagt Schäfer, „müssen wir auch künftig auftreten, um Erfolgserlebnisse mitzunehmen.“

I’ve Got a Feeling: „Wir müssen dieses Gefühl haben, dass gegen jeden Gegner drei Punkte drin sind“, hadert nicht nur Nilsson, „dass ein Sieg drin war. Wir hatten eindeutig die besseren Chancen.“ Stimmt. Help!: Hilfe benötigt Albert Bunjaku, Torjäger a.D., dringend. Selbst ins leere Tor trifft er nicht mehr (37.). FCN-Boss Franz Schäfer: „Schlimmer als ein verschossener Elfer.“ „Aber“, so Nilsson, „Albert ist ein überragender Fußballer. Ich mache mir keine Sorgen.“

"Der Punkt gibt viel Selbstvertrauen"

Eight Days a Week: Acht Tage hat die Woche nicht, aber zuletzt verordnete Hecking Sonderschichten. Wolf: „Wir müssen daran arbeiten, aus solchen Spielen mehr rauszuholen.“

Yellow Submarine: Beim HSV-Tor nach einer Ecke gingen Julian Schieber und Pinola auf Tauchstation. „Die Situation war leicht zu klären“, weiß Hecking – ohne seine U-Boot-Besatzung zu sehr abzustrafen.

Twist And Shout (im Original von „The Isley Brothers“): Pinola feierte den Ausgleich mit einem kleinen Tänzchen und Jubelgeschrei vor den Club-Blöcken. Bitte mehr davon.

Yesterday: Das Gestern ist nicht zu ändern, dennoch sagt Hecking: „Hätten wir gegen Freiburg gewonnen, hätten wir fünf Punkte und für mich einen perfekten Start.“ Hätte zählt aber nichts.

A Hard Day’s Night: „Unser hartes Auftaktprogramm haben wir durch Freiburg noch schwerer gemacht“, sagt Manager Martin Bader vor der nächsten Auswärtshürde in Leverkusen. Der Punkt in Hamburg gibt jedoch „viel Selbstvertrauen“, glaubt Wolf.

Hello, Goodbye: Zumindest Christian Eigler hörte kein Hallo von Ex-Coach Michael Oenning, jetzt Co-Trainer in Hamburg. „Ich habe auch keine Zeit, zu dem in die Kabine zu rennen, will jetzt schnell heim.“ Zu Frau und Kind. Auf Wiedersehen – bald in höheren Tabellengefilden? Markus Löser

Mehr über das 1:1 des Club beim HSV, Debütant Almog Cohen und Trainer Dieter Heckings Platzverweis lesen Sie in der Print-Augabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 13. September.

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