1860-Coach vor Ligastart: "Als Favoriten sehe ich uns nicht"
Der TSV 1860 München geht nach Einschätzung der gegnerischen Trainer als erster Aufstiegsanwärter in die Saison der Regionalliga Bayern. "Löwen"-Coach Alper Kayabunar aber schiebt diese Rolle vor dem Auftaktspiel der Münchner am Samstag (14.00 Uhr/BR) beim 1. FC Schweinfurt von sich. "Als Favoriten sehe ich uns nicht", sagte der Trainer. In einer Umfrage des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hatten zuvor 15 von 19 Coaches den TSV 1860 als Titelkandidaten genannt.
Kayabunar verwies auf die jüngsten Chaos-Wochen, in denen die Sechziger aus wirtschaftlichen Gründen in die vierte Liga runter mussten, sich von Investor Hasan Ismaik lossagten, in einer Vorinsolvenz stecken und innerhalb kurzer Zeit eine neue Mannschaft aufbauen mussten. "Gerade jetzt wissen wir nicht, wo wir stehen", beteuerte Kayabunar. "Wir brauchen sicherlich noch ein bisschen Zeit." Der 40-Jährige erinnerte daran, dass er Fußballer im Team habe, die noch nie miteinander ein Spiel bestritten haben.
Große Euphorie bei Fans - "Unglaublich"
Wenn die "Löwen" erst mal wieder nach der Saison 2017/18 in der Regionalliga auflaufen, ist der Hype bei ihren bayerischen Gegnern vorprogrammiert. 3200 TSV-Fans werden in Schweinfurt im Auswärtsblock erwartet - am ersten Spieltag hatte München spielfrei. "Wir freuen uns extrem", sagte Kayabunar. "Das war eine lange Vorbereitungsphase mit ein paar Schwierigkeiten."
Dass am vorigen Mittwoch hunderte 1860-Fans zum Vereinsgelände zogen und dort das Team lautstark im Training anfeuerten, das hinterließ Eindruck. "Das war unglaublich", schilderte der Coach. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Wir sind extrem motiviert."
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