15-Tonnen-Rotorblatt stürzt von Windrad bei Berching ab

Rotorblatt-Abstürze sind selten – in der Oberpfalz ist jetzt aber dennoch ein 60 Meter langes Bauteil zu Boden gefallen. Was der Betreiber nun unternimmt.
dpa |
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Ein havariertes Rotorblatt bei Berching in der Oberpfalz.
Ein havariertes Rotorblatt bei Berching in der Oberpfalz. © Daniel Löb/dpa
Berching

Bei Berching in der Oberpfalz ist ein 15 Tonnen schweres Rotorblatt von einer Windkraftanlage abgebrochen und zu Boden gestürzt. Wie das Betreiberunternehmen mitteilte, wurde niemand verletzt. In der 30-jährigen Geschichte des Unternehmens sei dies der erste Vorfall dieser Art, sagte eine Sprecherin der Windpower-Gesellschaft aus Regensburg.

Es werde mit Hochdruck an der Klärung der Ursache gearbeitet. Die Techniker des Unternehmens würden dabei von einem Gutachter unterstützt. Laut Polizei wurde vorübergehend eine Straße in unmittelbarer Nähe gesperrt.

Der Unfall ereignete sich in dem Bürgerwindpark von Berching (Landkreis Neumarkt). Das betroffene Windrad ist im Jahr 2012 gebaut worden, im November ist es nach Angaben des Unternehmens zuletzt gewartet worden. Die Windkraftanlage ist mehr als 140 Meter hoch, ein Rotorblatt hat eine Länge von knapp 60 Metern. Mehrere Medien hatten über den Schaden an dem Windrad berichtet.

Abstürzende Rotorblätter gibt es nur sehr selten

Ähnliche Unfälle an Windrädern gibt es zwar immer wieder, die Anlagen werden generell aber als sehr sicher eingestuft. Nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung sind solche Schäden letztlich selten.

Der TÜV-Verband habe zuletzt etwa 50 gravierende Schäden an Windenergieanlagen pro Jahr in Deutschland verzeichnet, wobei rund 30.000 Anlagen in Betrieb seien. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rotorblatt abbricht oder sich ein anderer schwerer Schaden ereignet, liegt also bei weniger als 2 Promille (0,2 Prozent)", heißt es auf einer Informationsseite des Wirtschaftsministeriums in München zur Sicherheit bei Windkraftanlagen.

Der Berchinger Windpark besteht aus insgesamt zehn Windkraftanlagen. Sechs davon würden von Bürgerbeteiligungsgesellschaft der Windpower-Gruppe betrieben, teilte das Unternehmen mit. Etwa 2.400 Personen sowie acht Kommunen seien an den Erträgen der Anlagen beteiligt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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