0:1 in Mainz - Club wurde schon wieder ein Tor geklaut

Der FCN verliert das Aufsteiger-Duell knapp und beklagt sich über Schiedsrichter Kempter, der ein klares Tor von Kluge nicht anerkannte. Auswärts geht für den Club in dieser Saison kaum etwas.
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Club-Verteidiger Javier Pinola im Duell mit dem Mainzer Ivanschitz.
dpa Club-Verteidiger Javier Pinola im Duell mit dem Mainzer Ivanschitz.

MAINZ - Der FCN verliert das Aufsteiger-Duell knapp und beklagt sich über Schiedsrichter Kempter, der ein klares Tor von Kluge nicht anerkannte. Auswärts geht für den Club in dieser Saison kaum etwas.

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hat der Club im Aufsteiger-Duell beim Überraschungssteam FSV Mainz 05 eine 0:1-Pleite kassiert. Und die war mehr als unnötig. Nicht nur, weil die Mannschaft, wie Kapitän Andy Wolf betonte, "die erste Hälfte verschlafen hat". Vor allem, weil den tapfer fightenden Nürnbergern ein klares Tor geklaut wurde - mal wieder! Diesmal war es Schiedsrichter Michael Kempter aus Sauldorf, der bei Peer Kluges Ausgleich in der 88. Minute zu Unrecht auf Abseits entschied.Trotzdem bleibt Trainer Michael Oenning ruhig: "Es macht keinen Sinn, mit den Entscheidungen zu hadern."

Allerdings war auch von der Wut, die Oenning nach dem unglücklichen 2:2 gegen Bremen angekündigt hatte, bei seiner nur auf einer Position veränderten Mannschaft (für den grippekranken Marek Mintal rückte Daniel Gygax ins Team) erstmal wenig zu sehen. Stattdessen zeigten die Mainzer, warum sie aktuell die heimstärkste Mannschaft der Liga sind und legten los wie die Feuerwehr. Ohne einen glänzend aufgelegten Club-Keeper Raphael Schäfer, der gegen Andreas Ivanschitz (2.) und Andre Schürrle (26.) in höchster Not rettete, hätte es bereits nach einer halben Stunde 2:0 für die Gastgeber gestanden. So war es erst ein Glücksschuss vom Mainzer Sechser Elkin Soto (38.), der noch abgefälscht von Dennis Diekmeier für die verdiente Führung der Elf von Trainer Thomas Tuchel sorgte.

Bunjaku vergab beste Chancen

Danach war es aber vorbei mit der Mainzer Herrlichkeit. Denn nach der Halbzeitpause, in der Oenning laut Dominic Maroh "deutliche Worte" gefunden hatte, drehte der Club auf. Nach einem kapitalen Fehler von Innenverteidiger Niko Bungert scheiterte Neu-Nati-Stürmer Albert Bunjaku am starken Mainzer Keeper Heinz Müller. Allerdings hätte Albert in Durchgang eins bereits die Führung (36.) erzielen müssen.

Für die Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit nicht mehr so souverän auftraten, verfehlte nur noch Schürrle (54.) mit einem Freistoß knapp das Tor. Sonst war beim Tuchel-Team nicht mehr viel Kreatives nach vorne zu sehen. Anders als beim nun leidenschaftlich kämpfenden Club. Auch hier waren Großchancen zwar Mangelware, die eine nutzten sie aber konsequent. Ein Schuss von Havard Nordveit aus der zweiten Reihe, landete bei Peer Kluge, der trocken zum verdienten Ausgleich einschob. Aber von wegen! Schiedsrichter Kepmter, der zuvor schon ein Handspiel der Mainzer im eigenen Strafraum übersehen hatte, entschied auf Abseits. Eine klare Fehlentscheidung, wie die Fernsehbilder beweisen - und tragisch für die Franken. Besonders, weil es nach Bunjakus angeblichen Abseitstor beim 1:1 in Frankfurt und seinem Treffer gegen Bremen, der aufgrund eines Phantom-Handspiels nicht gegeben wurde, nun schon das dritte reguläre Tor war, das dem Club in dieser Saison geklaut wurde. Deutlich zuviel Benachteiligung für einen Aufsteiger, der um den Klassenerhalt kämpft. Manager Martin Bader sauer: "Das sind Tore, die für uns überlebenswichtig sind. Wenn es dann im Nachhinein heißt, es tut uns leid, hilft uns das auch nicht."

Verdacht auf Jochbeinbruch bei Diekmeier

Doppelt ärgerlich für den Club: Womöglich droht nun auch noch Dennis Diekmeier länger auszufallen. In der 56. Minute war er mit FSV-Stoßstürmer Aristide Bance am eigenen Strafraum mit dem Kopf zusammengestoßen, musste dann vom Feld getragen werden. Die erste Diagnose laut Bader: "Gehirnerschütterung." Es besteht sogar Verdacht auf Jochbeinbruch. Bitter für die Nürnberger Anti-Abstiegskämpfer.

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