TSV 1860 München: Fünf Spieler haben ab Juli keine gültigen Verträge

Schafft es der TSV 1860 München nicht bis Freitag, Handlungsfähigkeit herzustellen, haben mindestens fünf aktive Löwenprofis keinen Vertrag. Für die Spieler geht es vor allem auch um Versicherungsfragen.
von  AZ
Dunkle Wolken über der Geschäftsstelle der Löwen: Es liegt noch viel Arbeit vor Geschäftsführer Markus Fauser.
Dunkle Wolken über der Geschäftsstelle der Löwen: Es liegt noch viel Arbeit vor Geschäftsführer Markus Fauser. © dpa

München - Während sich Daniel Bierofka mit seiner Mannschaft auf den Saisonstart vorbereitet, muss an der Grünwalder Straße Geschäftsführer Markus Fauser dringend Handlungsfähigkeit herstellen - sonst haben am Samstag fünf Spieler der aktuellen ersten Mannschaft keinen gültigen Vertrag (mehr).

Ohne die positive Fortführungsprognose für die kommenden zwei Jahre können keine Verträge unterzeichnet werden. Nicht mehr spielen könnten dann: Jan Mauersberger, Moritz Heinrich, Mohamad Awata, Nicholas Helmbrecht und Nico Karger. Auch der Vertrag von Neu-Kapitän Felix Weber liefe aus. Und Timo Gebhart, der aktuell ja auch nur mit einer Sondergenehmigung spielt, könnte ebenfalls kein gültiges Arbeitspapier unterzeichnen. Investor Hasan Ismaik bestätigte auf dem Fan-Portal dieblaue24: "Stand jetzt haben die meisten Spieler keine gültigen Verträge ab 1. Juli".

"Ohne Versicherungsschutz laufe ich nicht auf"

Jan Mauersberger sagte zur Bild-Zeitung: "Für mich steht fest: Ohne Versicherungsschutz werde ich nicht auflaufen". Eine Meinung, die er wahrscheinlich nicht alleine haben wird. Die Situation ist nicht nur für den Verein äußerst unzufriedenstellend, auch die Spieler müssen sich Gedanken machen, wie es im schlimmsten Fall am Freitagabend weitergeht. Sollte tatsächlich kein Geld fließen, müssen sie den Gang zum Arbeitsamt antreten und sich arbeitslos melden (da ihr Vertrag am 30. Juni ausläuft). Denn ohne gültiges Arbeitspapier stehen sie beispielsweise ohne Krankenversicherung da.

Im Grunde genommen hätten sich alle Spieler, die von der drohenden Arbeitslosigkeit ab Juli bedroht sind, schon drei Monate vor Ablauf ihres Vertrages beim Arbeitsamt melden müssen - im Fall des TSV 1860 München also im März. Damals ging nur noch niemand davon aus, dass man in der Regionalliga antreten würde.

Turbulente Zeiten also - und nur noch wenig Zeit zu handeln.

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