TSV 1860: Kapitänsbinde beflügelt – Knoten bei Stefan Lex endlich geplatzt?

Seit einigen Wochen führt Stefan Lex den TSV 1860 als Kapitän aufs Feld. Die Formkurve zeigt seitdem steil nach oben.
von  Christina Stelzl, Matthias Eicher
Stefan Lex überzeugt derzeit als Kapitän.
Stefan Lex überzeugt derzeit als Kapitän. © IMAGO / foto2press

München – Des einen Freud, ist des anderen Leid! Seit der Versetzung von Sascha Mölders auf die Ersatzbank blüht ein Löwe förmlich auf: Bei Stefan Lex scheint der Knoten nach langer Durststrecke endlich geplatzt zu sein. 

Beim 1:1 gegen den SC Verl Ende September setzte Michael Köllner erstmals in dieser Spielzeit nicht auf Kapitän Mölders von Beginn an.

Lex überzeugt mit vollem Einsatz

Stellvertreter Lex führt seitdem den TSV 1860 aufs Feld und scheint offenbar beflügelt von der Kapitänsbinde. Zwar wartet der gebürtige Erdinger immer noch auf seinen ersten Saisontreffer in der 3. Liga, doch Leistung und Einsatz stimmen allemal. Lex, der in dieser Spielzeit bisher glück- sowie ideenlos agierte, setzte gegen Verl immer wieder nach, gab oft den Balldieb – und war an der zwischenzeitlichen Führung maßgeblich beteiligt.

Auch bei der Punkteteilung mit Viktoria Berlin zählte der Ex-Bundesliga-Spieler zu den besten Löwen. Abermals ging er als Kapitän voran und opferte sich auf, sein unermüdlicher Laufeinsatz wurde mit einem Assist zum 1:1-Endstand belohnt.

"Richtig gutes Spiel": Lex mit Assist und Tor gegen Buchbach

Gegen seinen Ex-Klub TSV Buchbach führte Lex die Löwen vergangen Freitag abermals aufs Feld und avancierte beim 3:2-Pokalerfolg gegen den Regionalligisten zum Matchwinner.

"Für Stefan Lex war es ein ganz wichtiges Spiel an alter Wirkungsstätte und ein richtig gutes Spiel von ihm", lobte ihn Coach Köllner nach der Partie. "Es tut uns gut, dass er in der zweiten Halbzeit so aufgedreht hat, dass der Lexi merkt: Seine Aktionen werden glücklicher und er belohnt sich für den enormen Aufwand, den er betreibt."

Lex mit viel Selbstvertrauen gegen Waldhof Mannheim

Das zwischenzeitliche 1:1 durch Tim Linsbichler bereitete Sechzigs Offensivspieler mit einer butterweichen Flanke vor, durch seinen Kopfballtreffer zum 2:2 brachte der 31-Jährige die Löwen wieder zurück ins Spiel.

Am Samstag (14 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) wartet in der 3. Liga nun Waldhof Mannheim. Lex dürfte nach den vergangenen Wochen mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen – ob mit oder ohne Binde am Arm.