Wie stabil ist Bayern-Neuzugang Tasci?

Sportvorstand Matthias Sammer lobt ihn über den grünen Klee, aus Russland schallen ganz andere Stimmen herüber: Bei dem gleich verletzten Bayern-Neuzugang Serdar Tasci scheiden sich die Geister.
von  az
Serdar Tasci bei seinem kurzen Trainingsauftritt im Kreise seiner neuen Teamkollegen David Alaba (rechts) und Xabi Alonso (hinten).
Serdar Tasci bei seinem kurzen Trainingsauftritt im Kreise seiner neuen Teamkollegen David Alaba (rechts) und Xabi Alonso (hinten). © dpa

München - Man habe Serdar Tasci aufgrund seiner Erfahrung verpflichtet, schließlich sei nicht zu kontrollieren, was bei den vielen englischen Wochen so alles passieren könne. So begründete Sportvorstand Matthias Sammer die Spontan-Ausleihe des FC Bayern.

Eine englische Woche hat's dann noch nicht einmal gebraucht: der 14-malige Nationalspieler liegt auf Eis. Verdacht auf Gehirnerschütterung - nach dem ersten Training.

Sammer: "Er hat ein starkes Passspiel und Zweikampfverhalten, er strahlt Ruhe aus." In den Vertragsgesprächen sei deutlich gewesen, dass der Spieler "unglaublich heiß" sei und vermittelt habe, dass er das alles "unbedingt" möchte.

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Glaubt man Stimmen aus Russland, dann hat sich Serdar Tasci bei Spartak Moskau nicht besonders gut aus der Affäre gezogen. Und das, wo er doch beim Rekordmeister arrivierte Verletzte wie Jerome Boateng oder Javi Martinez ersetzten soll.

Der Deutsch-Türke soll bei Spartak eher schwankend in seinen Leistungen gewesen sein. "Man muss stabil sein. Das war er nicht. Es wechselten sich gute mit schlechten Spielen ab. Deshalb war sein Ruf nicht so gut in Russland, vor allem nach all den Erwartungen, die man gegenüber einem WM-Dritten von 2010 hatte", schreibt Mikhail Sanadze, der Russland-Korrespondent des "Kicker".

 

 

Fest steht: In München ist der Innenverteidiger ganz anders gefordert. Ob er am Samstag im Auswärtsspiel beim Tabellen-Vierten Bayer Leverkusen dabei sein kann, steht noch nicht fest.

Noch hat der FC Bayern hat Tasci vorerst nur bis zum Saisonende ausgeliehen. Wenn er die unverhoffte Chance beim Rekordmeister nutzt, könnte der Klub ihn vom Fleck weg verpflichten. Für acht Millionen Euro - die Bayern-Verantwortlichen haben sich diese Option gesichert.