FC Bayern: Warum Kovacs Zukunft jetzt von Hoeneß abhängt

Bayern-Reporter Maximilian Koch kommentiert die aktuelle Lage beim FC Bayern.
von  Maximilian Koch
Pflegen ein gutes Verhältnis: Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l.) und Trainer Niko Kovac.
Pflegen ein gutes Verhältnis: Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l.) und Trainer Niko Kovac. © firo/Augenklick, AZ-Montage

"The trend is your friend." Diesen Satz hat Uli Hoeneß in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gesagt – und danach gelebt. Meist erfolgreich. Der Bayern-Präsident hat sehr oft das richtige Gespür bewiesen, wenn es um die Entwicklung der Mannschaft ging. Hoeneß wusste, wann ein Teilchen ins andere griff, wann er entspannt von außen zuschauen konnte. Und er wusste eben auch, wann es an der Zeit war, einzugreifen.

Am Dienstagabend, nach dem schmeichelhaften 2:1-Erfolg beim VfL Bochum in der 2. Runde des DFB-Pokals, saß Hoeneß im Mannschaftsbus der Bayern, erste Reihe, tief in den Sitz gesunken, die Arme verschränkt und den Blick gerade hinaus in die Dunkelheit gerichtet. Man hätte nur zu gern gewusst, was Hoeneß durch den Kopf geht.

Entwicklung der Mannschaft ist rückläufig

Doch der Patron verließ Bochum ohne Statement. Was den Bayern-Trend angeht, musste man allerdings nicht groß spekulieren: Er kann Hoeneß nicht gefallen, auch wenn der Präsident Niko Kovac menschlich sehr schätzt. Die Entwicklung in dieser Saison ist nicht positiv, sondern rückläufig.

Kovac schafft es nicht, sein Team richtig einzustellen oder zu motivieren, sodass Bayern von Spielbeginn an konzentriert agiert. Es fehlt die Lust auf Fußball, sagt Leon Goretzka. Es fehlt sogar die Lust aufs Gewinnen, sagt Manuel Neuer.

Speziell der letzte Punkt ist beim FC Bayern ein Ding der Unmöglichkeit. Immer deutlicher wird, dass Kovac nur noch wenig Einfluss auf die Leistung seiner Spieler hat, dass ihm große Teile der Mannschaft nicht mehr folgen. Der Bayern-Trend ist miserabel. Hoeneß kann und wird nicht mehr lange wegschauen.

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