Koalitionsausschuss: Der GroKo fehlt der Mut

Der AZ-Korrespondent Torsten Henke über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.
von  Torsten Henke
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Parteivorsitzender, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, beim Koalitionsausschuss im Bundeskanzleramt.
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Parteivorsitzender, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), und Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, beim Koalitionsausschuss im Bundeskanzleramt. © Christoph Soeder/dpa

Wir tun was: Das ist das Signal, das die Große Koalition mit den Ergebnissen ihres Gipfels aussenden wollte. Union und SPD wollen demonstrieren, dass sie in der Lage sind, schnell auf die Corona-Lage zu reagieren. Die GroKo geht davon aus, dass die Epidemie nicht ganz so schlimm wird und die Wirtschaft sich danach zügig wieder erholt. Doch der gestrige Tag hat gezeigt, wie brisant die Situation tatsächlich ist.

Konsumenten bei Laune halten

Der Crash an den Börsen und der Absturz der Ölpreise lassen befürchten, dass es sich nicht nur um eine Delle handelt. Deshalb wäre es besser gewesen, wenn sich die GroKo mutiger gezeigt und sich auch auf einen schnelleren Abbau des Solis geeinigt hätte, um wenigstens die verunsicherten Konsumenten halbwegs bei Laune zu halten.

Sollten die USA als weltweit größte Volkswirtschaft in die Corona-Rezession rutschen, werden ohnehin noch viel weitreichendere Maßnahmen nötig sein. National und im internationalen Rahmen.

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