Grünen-Politiker Kretschmann: "Bete für Merkel"

Die Flüchtlingsdebatte ist das Hauptthema des Landtagswahlkampfs in Baden-Württemberg. Angela Merkel erfährt nun ungewohnte Unterstützung für ihren Kurs.
von  az
Der Grünen-Politiker Kretschmann unterstützt Merkels Kurs in der Asylpolitik.
Der Grünen-Politiker Kretschmann unterstützt Merkels Kurs in der Asylpolitik. © dpa

Stuttgart - Die Flüchtlingskrise bestimmt auch den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg. Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält dabei Unterstützung von ungewohnter Seite.

Die "Stuttgarter Nachrichten" haben eine Debatte mit den Spitzenkandidaten von CDU,SPD, FDP, AfD, Die Linke und den Grünen ausgerichtet. Dabei hat der aktuelle Ministerpräsident Winfried Kretschmann warme Worte für Bundeskanzlerin Angela Merkel gefunden. „Wer soll denn Europa zusammenhalten, wenn nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel. Deswegen bete ich für ihre Gesundheit", so der Ministerpräsident.

CDU-Kandidat Guido Wolf warf Kretschmann vor, er blockiere die schnelle Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. Der FDP-Kandidat Hans-Ulrich Rülke verlangte von Kretschmann die Anerkennung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer. Kretschmann werde sich erst zu diesem Thema äußern, wenn die Bundesregierung das Thema auf den Tisch lege.

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Die AfD wurde von den anderen Kandidaten scharf angegangen. Kretschmann warf der rechtskonservativen Partei vor, „Anknüpfungen an die Zeit des Dritten Reiches“, nicht zu scheuen. FDP-Kandidat Rülke meinte die AfD sei keine verantwortliche und demokratische Partei und daher auch keine Alternative für Deutschland.

SPD-Kandidat Nils Schmid machte eine klare Ansage für die Wahl am 13. März: „Anständige Leute wählen keine Rassisten – Ende der Durchsage!“