Trotz Absage: Gibt's die Wiesn-Schmankerl in München bald to go?

Mehrere Stadtratsfraktionen fordern in einem gemeinsamen Antrag, dass Schausteller und Marktkaufleute in der Corona-Krise ihre Speisen zum Mitnehmen auf den Plätzen der Münchner Wochenmärkte anbieten dürfen.
von  AZ
Ein Verkaufsstandl auf dem Oktoberfest. Gibt's heuer trotz Wiesn-Absage Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und Co. zu kaufen? (Archivbild)
Ein Verkaufsstandl auf dem Oktoberfest. Gibt's heuer trotz Wiesn-Absage Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und Co. zu kaufen? (Archivbild) © imago/imagebroker/lenz

München - Die Dult, das Frühlingsfest, das Sommer-Tollwood und natürlich die Wiesn: Alle größeren Feste und Events in München werden heuer wegen des Coronavirus' abgesagt. Die Leidtragenden sind dabei vor allem die Schausteller und Marktkaufleute, die mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben.

Um den Schaustellern in der Corona-Krise zu helfen, haben sich die Stadtratsfraktionen der SPD, der Grünen-Rosa Liste sowie der CSU nun zusammengetan und fordern in einem gemeinsamen Antrag, dass die Betroffenen ihre Speisen zum Mitnehmen auf den Plätzen der Münchner Wochenmärkte anbieten dürfen. Die Wiesn-Schmankerl könnte es dann quasi "to go" geben. Zuvor hatte die CSU alleine bereits einen ähnlichen Antrag eingereicht.

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Umsetzung soll "schnellstens ermöglicht" werden

Die Fraktionen betonen jedoch, dass der Verkauf nicht an den üblichen Markttagen stattfinden soll. Einen zeitlichen Rahmen gibt es nicht: Der Vorschlag soll SPD-Stadtrat Klaus Peter Rupp zufolge "schnellstens ermöglicht" werden.

Doch dem Initiator des Antrags zufolge hätte der Straßenverkauf der Speisen nicht nur Vorteile für die Schausteller, sondern auch für die Münchner selbst. "Gleichzeitig gibt es viele Münchnerinnen und Münchner, denen die Feste auch wegen der besonderen Schmankerl fehlen werden und die sich gerade in der aktuellen Situation über das ein oder andere vertraute Standl mit liebgewonnenen volksfesttypischen Speisen und Naschereien freuen würden", begründet Rupp den Vorschlag im Antrag.