Münchner Zollamt nimmt 8,6 Milliarden Euro ein

Geschützte Tiere, Geld, Drogen, Waffen und Schwarzarbeit. Der Münchner Zoll rechnet ganz genau ab und hat 2018 fast neun Millarden Euro einkassiert.
von  AZ/rah
Der Kopf und das Fell eines Pumas waren nur eine der vielen skurrilen Fundstücke der Münchner Zollbeamten.
Der Kopf und das Fell eines Pumas waren nur eine der vielen skurrilen Fundstücke der Münchner Zollbeamten. © Zoll

Die Beamten des Münchner Hauptzollamts haben Bilanz gezogen – und die fällt recht üppig aus. 8,7 Milliarden Euro betragen die Einnahmen, rund 2,4 Millionen Postsendungen wurden abgefertigt, mehr als 2.200 Strafverfahren wegen Schwarzarbeit geführt.

Einnahmen durch Tabaksteuer: 4,6 Milliarden Euro

Haupteinnahmequelle waren die Verbrauchssteuern. Darunter machte die Tabaksteuer mit 4,6 Milliarden Euro den größten Anteil aus. Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Freistaat rund 44 Millionen Euro ein.

Erfolgreich waren auch die Finanzkontrolleure. Im Bereich der Schwarzarbeit wurden mehr als 2.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet und Freiheitsstrafen von insgesamt 54 Jahren verhängt.

Münchner Zollfahnder finden lebende Tiere im Gepäck

Am Flughafen waren es oft Souvenirs von Urlaubern, die bei Kontrollen abgefangen wurden. Ob Gürtel aus Krokodilleder oder Hautcremes aus geschützten Orchideen – die Zöllner fanden mehr als 2.800 verbotene Waren in den Koffern von Reisenden. Auch lebendige Tiere, wie etwa Schildkröten, befanden sich im Gepäck – insgesamt über hundert. Dazu kam jede Menge Schlagringe, Wurfsterne oder Springmesser, genauso wie Drogen: Ganze 262 Kilo wurden beschlagnahmt.

Im Zollamt Garching wurden bei Postkontrollen 7.500 gefälschte Markenprodukte, Medikamente und Modeartikel im Wert von rund fast zwei Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen.

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