Bürgerbegehren Radentscheid München fordert grüne Radwege

Das fordern Aktivisten des Radentscheids. Auch Gefahrenstellen sollen klar gefärbt sein.
von  H. Ince
Simulation grün-roter Radlstreifen am Baldeplatz.
Simulation grün-roter Radlstreifen am Baldeplatz. © Radentscheid

München - Das Bürgerbegehren Radentscheid München sieht unter anderem durchgehend einheitlich eingefärbte Radwege vor. 160.000 Unterschriften hatten die Aktivisten bis Mitte 2019 gesammelt und an Oberbürgermeister (OB) Dieter Reiter (SPD) übergeben. Doch eine Frage war bislang offen: Welche Farbe ist eigentlich am besten geeignet als Markierung für die Münchner Radlwege? Bisher wurden sie standardmäßig rot gefärbt. Bundesweit sind unterschiedlich gefärbte Radwege zu finden: blaue, grüne oder auch rote.

Radwege: Farbkombination Rot-Grün 

Mithilfe einer Fachanalyse klärten die Aktivisten des Radentscheids nun diese Frage für München. Und die Antwort ist: Grün. Das sei die am besten geeignete Farbe für Radlwege in unserer Stadt. Berücksichtigt wurden die rechtliche und bauliche Machbarkeit sowie die Wirkung der verschiedenen Farben aus unterschiedlichen Perspektiven der Verkehrsteilnehmer. Farbpsychologie und Stadtgestaltung spielten ebenso eine Rolle.

Im Ergebnis zeigte sich laut Radentscheid, dass grün eingefärbte Radwege aus Sicht des Radlers und aus Sicht des Autofahrers die größten Vorteile bieten. Im Kreuzungsbereich und an Gefahrenstellen soll weiterhin die bundeseinheitliche Signalfarbe Rot verwendet werden. "Zur Vermeidung von Abbiegeunfällen ist ein deutlicher Kontrast im Kreuzungsbereich wichtig." Die Farbkombination Rot-Grün mache deutlich, an welcher Stelle besondere Aufmerksamkeit nötig sei.

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